ZIELE FÜR NACHHALTIGE ENTWICKLUNG

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Auch wenn die Pandemie jahrzehntelange Entwicklungserfolge zunichte macht, zeigen die Maßnahmen Anzeichen für ein erneutes globales Engagement zur Beschleunigung der SDG-Fortschritte

Immer mehr Länder und Gemeinschaften erkennen die Notwendigkeit, die Bemühungen zum Erreichen der Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) zu verstärken, angesichts des Tributs, den die COVID-19 Pandemie für die Menschen auf der ganzen Welt gefordert hat. Das ist das Ergebnis des Berichts über die Ziele für nachhaltige Entwicklung 2021, der von den Vereinten Nationen veröffentlicht wurde.

Die Entscheidungen und Maßnahmen, die in den nächsten 18 Monaten getroffen werden, werden darüber entscheiden, ob die Pandemiepläne die Welt auf einen Kurs bringen, um die global vereinbarten Ziele zu erreichen, die darauf abzielen, das Wirtschaftswachstum und das soziale Wohlergehen zu steigern und gleichzeitig die Umwelt zu schützen.

Einige weitere wichtige Fakten und Zahlen:

  • Die weltweite Quote der extremen Armut ist zum ersten Mal seit 1998 gestiegen, von 8,4 % im Jahr 2019 auf 9,5 % im Jahr 2020.
  • Zwischen dem 1. Februar und dem 31. Dezember 2020 kündigten Regierungen auf der ganzen Welt mehr als 1.600 meist kurzfristige Sozialschutzmaßnahmen an.
  • Pandemiebedingte Schocks werden wahrscheinlich einen Anstieg von Entwicklungsverzögerungen auslösen, von dem bereits mehr als eines von fünf Kindern betroffen ist.
  • Die Pandemie hat die Fortschritte im Gesundheitswesen aufgehalten oder umgekehrt und stellt über die Krankheit hinaus eine große Bedrohung dar. Etwa 90 % der Länder berichten immer noch von einer oder mehreren Unterbrechungen der wesentlichen Gesundheitsdienste.
  • Die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf die Schulbildung sind eine "Generationenkatastrophe". Weitere 101 Millionen Kinder und Jugendliche fielen unter das Mindestniveau der Lesefähigkeit und machten damit die in den letzten zwei Jahrzehnten erzielten Bildungsgewinne zunichte.
  • Die COVID-19 Pandemie hat die Fortschritte bei der Gleichstellung der Geschlechter beeinträchtigt: Gewalt gegen Frauen und Mädchen hat sich verschärft; es wird erwartet, dass die Zahl der Kinderheiraten zunimmt; Frauen haben unverhältnismäßig stark unter dem Verlust von Arbeitsplätzen und der zunehmenden Pflegearbeit zu Hause gelitten.
  • 759 Millionen Menschen waren 2019 nach wie vor ohne Strom und ein Drittel der Weltbevölkerung hatte keinen Zugang zu sauberen Kochbrennstoffen und Technologien.
  • Eine wirtschaftliche Erholung ist im Gange, angeführt von China und den Vereinigten Staaten, aber für viele andere Länder wird nicht erwartet, dass das Wirtschaftswachstum vor 2022 oder 2023 auf das Niveau vor der Pandemie zurückkehrt.
  • Die Welt verfehlte die für 2020 gesetzten Ziele, den Verlust der biologischen Vielfalt zu stoppen, und zwischen 2015 und 2020 gingen jedes Jahr zehn Millionen Hektar Wald verloren.
  • Die offizielle Netto-Entwicklungshilfe stieg 2020 zwar auf insgesamt 161 Milliarden US-Dollar, bleibt aber immer noch weit hinter dem zurück, was benötigt wird, um auf die COVID-19 Krise zu reagieren und das seit langem festgelegte Ziel von 0,7 % des Bruttonationaleinkommens zu erreichen.
  • Im Jahr 2020 meldeten 132 Länder und Gebiete, dass sie einen nationalen Statistikplan umsetzen, wobei 84 über Pläne verfügten, die vollständig finanziert waren. Nur vier der 46 am wenigsten entwickelten Länder (LDCs) gaben an, über vollständig finanzierte nationale Statistikpläne zu verfügen.
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Die Führenden der Welt haben sich bei einem historischen UNO-Gipfel im September 2015 in New York verpflichtet, die Armut zu beenden, sowie den Klimawandel und die Ungerechtigkeit zu bekämpfen. Die 2030 Agenda für nachhaltige Entwicklung bietet für Milliarden Menschen auf der ganzen Welt und unseren Planeten eine bessere Zukunft.

Die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs), die von 193 Ländern einstimmig angenommen wurden, setzen einen neuen universellen Standard für die Entwicklung, die dafür sorgen soll, dass niemand zurückgelassen wird. Die Zielsetzung und Indikatoren hinter den Zielen bieten einen Richtwert für eine Erfolgsmessung.

Universell und untrennbar, ruft die 2030 Agenda für nachhaltige Entwicklung alle Länder - Industrie- und Entwicklungsländer - sowie alle Menschen zum Handeln auf, bis 2030 die Armut zu beenden, Ungleichheiten anzusprechen und den Klimawandel zu bekämpfen.

Die Entstehung der 2030 Agenda für nachhaltige Entwicklung