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Ciné-ONU zeigt den Film "Push" über das Recht auf angemessenes Wohnen

Anlässlich des Welttages der sozialen Gerechtigkeit zeigte der Informationsdienst der Vereinten Nationen in Wien in seiner Ciné-ONU-Reihe den Film "Push", der dem Menschenrecht auf angemessenes Wohnen gewidmet war. Unterstützt wurde die Filmvorführung von der Ständigen Vertretung Schwedens bei den Vereinten Nationen in Wien, in Zusammenarbeit mit dem Top Kino.

Der schwedische Dokumentarfilm "Push" von Fredrik Gertten begleitet die UN-Sonderberichterstatterin für das Recht auf angemessenes Wohnen, Leilani Farha, bei ihrer Arbeit. Sie besucht weltweit Menschen und Gemeinschaften in schwierigen Wohnsituationen. Den Zuschauern wird dabei klar, dass wir vor einem globalen Problem stehen. Letztlich haben Leilani Farha, ihr Team und Bürgermeisterinnen und Bürgermeister aus verschiedensten Städten eine Bewegung mit dem Namen 'Shift' ins Leben gerufen, um dieses Problem gemeinsam anzupacken.

Sonja Wintersberger, die Stellvertreterin des Direktors des Informationsdiensts der Vereinten Nationen in Wien, und Sten Engdahl, Botschaftsrat der Ständigen Vertretung Schwedens bei den Vereinten Nationen in Wien, begrüßten die Gäste. In der Diskussionsrunde im Anschluss an den Film tauschten sich zwei Expertinnen und ein Experte zu dem Thema aus: Yvonne Franz, Universitätsassistentin an der Universität Wien am Institut für Geographie und Regionalforschung; Kurt Puchinger, politischer Berater für Wohnungswesen und Stadtplanung und ehemaliger Planungsdirektor für Wien; sowie Karin Zauner-Lohmeyer, Sprecherin der europäischen Bürgerinitiative "Housing for All". Die Diskussionsrunde wurde moderiert von Sonja Wintersberger.

Yvonne Franz gab Einblicke in die Thematik im Wiener Kontext: "Die Probleme, die in dem Film gezeigt werden, sind in Wien vielleicht nicht so gravierend, aber Elemente der Finanzialisierung können auch hier gesehen werden." Kurt Puchinger erklärte, warum der soziale Wohnbau in Wien eine Erfolgsgeschichte ist. Anders als in anderen Großstädten hat die Stadt Wien Immobilien nicht in einem derart großen Ausmaß an ausländische Unternehmen verkauft. Genau genommen leben mehr als 65 % der Stadtbewohner im Gemeindebau oder im sozial geförderten Wohnbau. Karin Zauner-Lohmeyer bekräftigte die Wichtigkeit der Wissensvermittlung von Wohnungsdaten im urbanen Raum. Sie betonte auch, dass es wichtig sei, dass sich junge Menschen mit dem Thema beschäftigen.

Aus dem Publikum meldete sich Katrin Lichtenberg vom Büro für Projektdienste der Vereinten Nationen (UNPOS) zu Wort und erklärte, wie Projekte ihres Büros eine positive Entwicklung im sozialen Wohnbau bewirken. Der Zuschauerraum war bis auf den letzten Platz gefüllt und viele der 110 Gäste stellten Fragen and die Diskussionsteilnehmer, was das rege Interesse der Wiener Stadtbevölkerung und darüber hinaus für das Thema des angemessenen Wohnens zeigt.

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