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Ciné-ONU Filmvorführung von "Maiden" anlässlich des Weltfrauentages 2020

Anlässlich des Internationalen Tages der Frau war die März-Vorstellung der monatlichen Ciné-ONU-Reihe Frauen in männerdominierten Sportarten gewidmet. Organisiert wurde die Filmvorführung vom Informationsdienst der Vereinten Nationen in Wien und Top Kino Wien, mit Unterstützung der Ständigen Vertretung des Vereinten Königreichs bei den Vereinten Nationen in Wien. 

Der britische Dokumentarfilm "Maiden" von Alex Holmes erzählt die inspirierende Geschichte von Tracy Edwards, einer jungen Frau mit dem Traum, die Welt zu umsegeln. Sie organisiert ein Frauensegelteam, das ein altes Segelschiff saniert, um anschließend am "1989-90 Whitbread Round the World Race"-Segelwettbewerb teilzunehmen. Trotz allen Widerstands und der Herablassung, mit der das Frauensegelteam konfrontiert ist, hören die Seglerinnen nicht auf an sich zu glauben und werden zum ersten reinen weiblichen Segelteam, das je um die Welt gesegelt ist.

Vor der Filmvorführung sprachen Martin Nesirky, Direktor des Informationsdiensts der Vereinten Nationen in Wien, und Leigh Turner, der britische Botschafter, einleitende Worte und begrüßten die Diskussionsteilnehmer und die österreichische Segelgemeinschaft im Publikum. Anschließend an den Film folgte eine Diskussionsrunde mit drei Expertinnen zum Thema Frauen im (Segel-)sport: Désirée Schweitzer, Präsidentin von UN Women Austria; Sylvia Vogl, Vizepräsidentin des Österreichischen Segel-Verbandes, und Rosa Diketmüller, Vorstandsmitglied bei 100 %, dem österreichischen Zentrum für Genderkompetenz im Sport. Die Diskussionsrunde wurde von Martin Nesirky moderiert.

Sylvia Vogl, eine österreichische Seglerin, die an den olympischen Spielen 2008 teilnahm, merkte an, dass sie der Film emotional stimmte, weil sie ihn nachempfinden kann: "Offshore-Regatten sind äußerst herausfordernd. Der Teamgeist und die Komplexität des Sports ist etwas, das Frauen gut meistern können." Rosa Diketmüller sagte, dass erfolgreiche Frauen oft Kommentare bekommen, die ihre Erfolge und Leistungen abwerten, bis diese erst mit der Zeit anerkannt werden. Die Diskussionsteilnehmerinnen waren sich einig, dass Frauen vermehrt dazu ermutigt werden sollten, in allen Sportarten aktiv zu werden. Désirée Schweitzer fügte hinzu, dass wir auch das Thema des geschlechtsspezifischen Lohnunterschieds in den Mittelpunkt rücken müssen.

Aus dem Publikum meldeten sich Doris Guttman von der Blue Water Women's Challenge, Hildegard Etz, zertifizierte Skipperin, und Anna Tsitsina, die erste weibliche Präsidentin des Internationalen Segelvereins in Wien, zu Wort und erzählten darüber, wie ihr Engagement darauf abzielt, die Teilnahme von Frauen im Segelsport zu fördern. Der Kinosaal war gefüllt und viele der 110 Gäste stellten Fragen. Nach der Veranstaltung tauschte sich die österreichische Segelgemeinschaft mit dem noch anwesenden Publikum aus und es ergaben sich lebhafte Gespräche.

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