Gedenken an die Opfer des Holocausts mit einer Gedenkzeremonie bei den Vereinten Nationen in Wien 

Jiddische und hebräische Musik erfüllte die Rotunde des Vienna International Centre (VIC) zusammen mit gesungenen Gebeten, um den Opfern, Überlebenden und Forschern des Holocausts zu gedenken.

WIEN, 27. Januar 2023 - 78 Jahre nach der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau fand die Zeremonie zum Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust statt. Eine Gedenkkerze wurde angezündet und die Generaldirektorin des Büros der Vereinten Nationen in Wien (UNOV), Ghada Waly, verlas die Botschaft des UN-Generalsekretärs António Guterres für diesen Tag:

„Am heutigen Tag ehren wir das Andenken der Opfer des Holocaust. Wir gedenken der sechs Millionen jüdischen Kinder, Frauen und Männer sowie der Roma und Sinti, der Menschen mit Behinderungen und der unzähligen anderen, die umkamen. (…) Wir dürfen den Holocaust niemals vergessen – und dürfen nicht zulassen, dass andere ihn jemals vergessen, verzerren oder leugnen. Bekunden wir heute wie an jedem Tag unsere Entschlossenheit, im Angesicht des Bösen nie wieder zu schweigen und die Würde und die Rechte aller Menschen stets zu verteidigen.“ (Die vollständige Botschaft finden Sie hier)

In seinen Ausführungen betonte Botschafter Mordechai Denis Paul Rodgold, Ständiger Vertreter Israels bei den Vereinten Nationen in Wien, dass wir „die Überlebenden, die noch unter uns leben, respektieren und wertschätzen müssen“. Außerdem betonte er, dass die historische Wahrheit geschützt werden müsse und es unsere Pflicht sei, dafür zu sorgen, dass dieses Wissen an künftige Generationen weitergegeben werde.

 

Mit der Eröffnung der Ausstellung „Crimes Uncovered: Die erste Generation von Holocaust-Forschern“ wurde im Rahmen der Veranstaltung auch das Vermächtnis von Persönlichkeiten und Institutionen gewürdigt, die während und unmittelbar nach dem Holocaust daran arbeiteten, Informationen über die Gräueltaten aufzuzeichnen und die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. Co-Kuratorin Lea Feibusch betonte dabei, dass die Sammlung von Beweismaterial durch diese Forscherinnen und Forschern als „ein wesentlicher Bestandteil zur Verfolgung der Täter“beigetragen habe und die sehr gute Dokumentierung des Holocaust „dank ihrer unglaublichen Arbeit“ möglich geworden sei.

Die Zeremonie wurde von der Ständigen Vertretung Israels bei den Vereinten Nationen in Wien und dem Informationsdienst der Vereinten Nationen (UNIS) Wien mit Unterstützung des Outreach-Programms der Vereinten Nationen zum Holocaust organisiert.

 

UNIS Wien unterstützte auch Holocaust-Gedenkveranstaltungen in Ungarn und der Slowakei, darunter eine Vorführung des Films „Die USA und der Holocaust“ mit SchülerInnen im Holocaust-Gedenkzentrum in Budapest, Ungarn, am 26. Januar und einen Workshop mit SekundarschülerInnen in Levice, Slowakei, im örtlichen Tekov-Museum am 27. Januar, verbunden mit der Posterausstellung „Manche waren Nachbarn“. Diese Ausstellung wird im Verlauf des Jahres auch im Holocaust-Gedenkzentrum in Budapest zu sehen sein. 

In Österreich wurde der Dokumentarfilm „Game Changers“ des israelischen Regisseurs Noam Sobovitz im Rahmen der Ciné-ONU-Initiative und in Zusammenarbeit mit der Ständigen Vertretung Israels, der Ständigen Vertretung Deutschlands und dem „Center for Israel Studies“ gezeigt.

 

Fotos: UNIS/Nikoleta Haffar

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