Presseaussendungen


    Note Nr. 179
    7. März 2002

    KOSOVO: DIE VEREINTEN NATIONEN SIND "SEHR BEUNRUHIGT" ÜBER DIE AUSREISE EINES ÖSTERREICHISCHEN POLIZISTEN VOR SEINER BEFRAGUNG

    NEW YORK, 6. März (UNO-Hauptquartier) -- Die Vereinten Nationen äußerten ihre Beunruhigung darüber, dass ein österreichischer Polizist, der von den für Kosovo zuständigen Gerichtsbehörden verhört werden sollte, das Land ohne die Genehmigung oder das Wissen der UN-Übergangsregierung (UNMIK) verlassen hat, sagte ein Sprecher der Vereinten Nationen heute in New York.

    In seiner Antwort auf eine Frage bezüglich eines Berichts in der "Washington Post", wonach ein der Folter an einem Kosovo Albaner verdächtigter österreichischer Polizist dem Gewahrsam der Vereinten Nationen entflohen ist, erklärte UN-Pressesprecher Fred Eckhard in einer Pressekonferenz, dass die Untersuchungsrichter und Staatsanwälte heute in Prizren Zeugen zu diesem Vorfall befragen.

    "Bis jetzt wurde noch keine Anklage erhoben", sagte Eckhard. "Der Fall steht vor Gericht und die Gerechtigkeit muss ihren Lauf nehmen."

    "Die Vereinten Nationen regieren den Kosovo und haben ein unabhängiges Gerichtswesen auf dem Territorium errichtet," bemerkte der Sprecher. Er lehnte weitere Kommentare ab, da die Untersuchungen noch im Gange sind.

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