Humanitäre Maßnahmen

© UNICEF/ Siegfred Modola | Smoke rises from the chimneys of houses in a camp for displaced people during a harsh winter in Afghanistan.

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Aktuelles zur humanitären Katastrophe in Afghanistan

Das sehr kalte Winterwetter verschlimmert die ohnehin schon schwierige Lage von Millionen von Menschen im ganzen Land.

Die humanitären Partner der Vereinten Nationen tun ihr Bestes, um Hilfsgüter und Vorräte nach Afghanistan zu schicken - und entsprechend der Zusage, die Maßnahmen zu verstärken. Im Dezember konnte das zusätzliche Nahrungsmittelangebot schon sieben Millionen Menschen erreichen.

Afghanistan ist derzeit mit einer katastrophalen, jedoch vermeidbaren humanitären Katastrophe konfrontiert. Extreme Trockenheit und Ernteausfälle haben das Risiko von Nahrungsmittel und die Wasserknappheit erhöht. Jeder zweite Mensch weiß nicht, woher seine nächste Mahlzeit kommt, jede vierte schwangere Frau und jedes zweite Kind sind unterernährt. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung - 24,4 Millionen Menschen – wird im Jahr 2022 humanitäre Hilfe und Schutz benötigen.

Zugleich fehlen dem afghanischen Gesundheitssystem Sanitätsartikel, Treibstoff, Nahrungsmittel und finanzielle Ressourcen für die Bezahlung des Personals. Eine Partnerschaft mit dem UNDP-Global Fund des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen ermöglicht vorübergehend die Weiterführung der medizinischen Grundversorgung. Jedoch muss mehr getan werden, um schutzbedürftigen Afghanen und Afghaninnen zu helfen und den Kollaps des nationalen Gesundheitssystem zu vermeiden.

Die Rechte von Frauen und Mädchen in Afghanistan müssen geschützt werden. Die Vereinten Nationen unterstützen den Zugang von Frauen und Mädchen zu Bildung sowie ihre volle und freie Teilhabe am sozialen, wirtschaftlichen und politischen Leben des Landes.

Mit einer Spende für den Afghanistan Humanitarian Fund, das Welternährungsprogram oder die UN-Flüchtlingsorganisation machen Sie die Arbeit von diesen Einrichtungen möglich und fördern die Hilfe vor Ort.

Die Vereinten Nationen haben an die internationale Gemeinschaft appelliert, mehr als 5 Milliarden US-Dollar an internationalen Finanzmitteln bereitzustellen, um den wachsenden Bedarf in Afghanistan in diesem Jahr zu decken und den weit verbreiteten Hunger, Krankheiten, Unterernährung und Tod zu bekämpfen.


Wann immer es Konflikte oder Naturkatastrophen gibt, ist die UNO vor Ort, um zu helfen und zu unterstützten.

Von den Vertreibungen der Bevölkerung durch Kriege, Wetter- und Naturkatastrophen bis zu deren Auswirkungen auf die Gesundheit, Hygiene, Bildung, Ernährung und die Unterkünfte kann die UNO mit ihren Sonderorganisationen, Fonds und Programmen etwas bewirken.

Dank des Welternährungsprogramms (WFP) und der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation (FAO) der UNO wird Nahrung all jenen zur Verfügung gestellt, die sonst hungern müssten. Dank des Hohen Flüchtlingskommissars der Vereinten Nationen (UNHCR) und der Internationalen Organisation für Migration (IOM) werden für all jene, die gezwungen waren, ihr Zuhause zu verlassen, Lager und Unterkünfte errichtet und betreut.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schützt Menschen, die von Natur und Menschenhand vertrieben wurden, vor verheerenden Krankheiten. Das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF) bietet mit Hilfe von Organisationen wie der International Save the Children Alliance Kindern, die durch Katastrophen entwurzelt wurden, Ausbildung. Und beim Wiederaufbau gewährleistet das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP), das alles auf sicherem Boden errichtet wird.

Wenn Männer, Frauen und Kinder mitten in die Kriegswirren geraten, verhandeln der Generalsekretär und seine Repräsentanten über "Friedenszonen" für die humanitäre Hilfe. Und die UNO-Friedenstruppen schützen diese Hilfslieferungen.

Die humanitären und Katastrophenhilfe-Bemühungen des UNO-Systems werden vom Amt für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA) unter der Leitung des UNO-Nothilfekoordinators unterstützt und überwacht. Neben den zahlreichen Aktivitäten liefert OCHA die neuesten Informationen über weltweite Katastrophenfälle und startet internationale "konsolidierte Aufrufe" für Soforthilfe-Finanzierungen in besonderen Situationen.

Der Zentrale Fonds für die Reaktion auf Notsituationen (CERF) wurde von der UNO-Generalversammlung im Jahr 2006 als humanitärer Fonds gegründet, um zuverlässige und schnellstmögliche Hilfe bei Katastrophen und bewaffneten Konflikten für die Betroffenen zu ermöglichen. Der Fonds erhält jährlich Beiträge von Regierungen, dem Privatsektor, Stiftungen und Privatpersonen und kann mit diesen Rücklagen humanitäre Handlungen unterstützen.

Der Welttages der humanitären Hilfe wird jedes Jahr am 19. August begangen, um den Mitarbeitern von Hilfsorganisationen Tribut zu zollen, die für die humanitären Dienste ihr Leben riskieren, und um jene Menschen zu unterstützen, die weltweit von Krisen betroffen sind.

Darüber hinaus arbeitet das System der Vereinten Nationen an der Verhinderung von Natur- oder von Menschen verursachten Katastrophen - wann immer möglich. Ein massiver, von Menschen verursachter Schmerz sind Kriege und Konflikte. Die UNO arbeitet auf diplomatischer Ebene, die menschliche Tragödie des Krieges zu verhindern und zu lösen. Sie hilft Ländern beim Aufbau von Frühwarnsystemen, um sich auf Naturkatastrophen vorbereiten zu können. Und sie steht an vorderster Front, um auf die Gefahren des Klimawandels aufmerksam zu machen, der bereits weltweit für ein Ansteigen der Zahl und Intensität an Naturkatastrophen verantwortlich ist.