Presseaussendungen

    UNIS/SGSM/011
    23.Mai 2007

     

    UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon:

    ,,Wir müssen Frieden dorthin bringen, wo Krieg herrscht''

    Erklärung zum Afrika-Tag, 25. Mai 2007

     

    New York/Vereinte Nationen - Jedes Jahr bietet der Afrika-Tag eine Gelegenheit, über die Zukunft Afrikas zu reflektieren, eine Bilanz aus den Problemen zu ziehen und Erfolge anzuerkennen.

    Durch Initiativen wie die Neue Partnerschaft mit Afrika (NEPAD) und deren Mechanismus der gegenseitigen Evaluierung haben die Menschen in Afrika mitgeholfen, unsere gemeinsamen Bemühungen für die Erneuerung des Kontinents auf die Kernprioritäten zu konzentrieren. Durch Institutionen wie das Panafrikanische Parlament, die Afrikanische Friedensunion und den Afrikanischen Sicherheitsrat zeigen die Regierungen und Menschen in Afrika gesteigerte Bemühungen, angesichts der gewaltigen Herausforderungen effektiv und konkret zu handeln. Das momentane wirtschaftliche Wachstum in vielen afrikanischen Staaten ist eine ermutigende Entwicklung.

    Dennoch teile ich den Schmerz und die Frustration Afrikas, was das andauernde und weit verbreitete Leid auf dem Kontinent betrifft. Extreme Armut -  zusammen mit dem mangelnden Zugang zu Grundschulbildung, Gesundheitsvorsorge und angemessener Ernährung - behindern weiter Millionen talentierte, vielversprechende junge Menschen in Afrika, ihr Potenzial zu verwirklichen. Zur gleichen Zeit verschlimmert sich die Lage durch HIV/AIDS, so dass vergangene Erfolge zunichte gemacht werden.

    Wir begrüßen wichtige Schritte, die dazu beitragen, den Frieden in Afrika zu festigen, wie z.B. die historischen Wahlen in der Demokratischen Republik Kongo und den Fortschritt, der beim Friedensprozess in Côte d'Ivoire erzielt wurde. Jedoch haben bewaffnete Konflikte in vielen Gebieten Afrikas weiter tragische Konsequenzen für die Zivilbevölkerung. Trotz der gemeinsamen Bemühungen der Vereinten Nationen und der Afrikanischen Union, den Friedensprozess in Darfur zu beleben und zu stärken, führt die Gewalt dort zu einer nicht hinnehmbaren Zahl von Toten. Auch Somalia befindet sich inmitten eines Umbruchs. Das unterstreicht die Notwendigkeit, eine politische Lösung für die langwierige Krise in diesem Land zu finden.

    Indem wir danach streben, wirkliche Fortschritte in unserem Kampf gegen Armut, Krankheiten und Analphabetismus zu erzielen, lassen Sie uns auch unsere globale Partnerschaft stärken, um die Millenniums-Entwicklungsziele zu erreichen. Diese beinhalten verstärkte Hilfe, Schuldenerlass und einen faireren Handel. Lassen Sie  uns alles in unserer Macht stehende unternehmen, um die Konflikte zu lösen, die den Kontinent zerstören. Schließlich müssen wir alle unablässig daran arbeiten, um den Respekt vor den Menschenrechten zu vergrößern, besonders dadurch, indem wir die Frauen in Afrika stärken.

    An diesem Afrika-Tag würdige ich, wie viel der afrikanische Kontinent für die Vereinten Nationen getan hat. Ich bekräftige erneut die Unterstützung der Vereinten Nationen für die Arbeit der Afrikanischen Union. Die Vereinten Nationen sind ein starker Partner Afrikas, um Frieden dorthin zu bringen, wo Krieg herrscht, Wohlstand, wo Armut herrscht und Hoffnung, wo Verzweiflung ist.

     

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