Presseaussendungen

    UNIS/VIC/164
    4. Juli 2008

    Zehn Geschichten, über die die Welt mehr hören sollte

    UNIS Vienna stellt die Zehn Geschichten aus jüngster Zeit auf Deutsch vor

    WIEN, 4. Juli (UNO-Informationsdienst) - Mehr als jemals zuvor haben Menschen auf der ganzen Welt Zugang zu einer großen Medienvielfalt. Mit der Revolution der Informationstechnologie kann eine Krise auf der einen Seite der Welt leicht in das Leben aller Menschen medial übertragen werden. Angesichts der globalen Reichweite aktueller Nachrichten, scheint manchmal ein Übersättigungspunkt erreicht zu sein. In Anbetracht der natürlichen menschlichen Neigung, sich lediglich auf ein paar spektakuläre und besondere Ereignisse zu konzentrieren, hat die Hauptabteilung Presse und Information (DPI) der Vereinten Nationen eine Liste von zehn Geschichten zusammengestellt, die sich im Laufe des Jahres 2007 ereignet hatten und über die die Welt mehr erfahren sollte.

    Norduganda: Wichtige Schritte in Richtung Frieden in einem jahrzehntelangen Konflikt

    Während die gestiegene Gewalt in anderen afrikanischen Staaten die Aufmerksamkeit der Welt auf sich zog, gab es in den letzten beiden Jahren einen stillen aber dauerhaften Fortschritt zur Beendigung eines der längsten und berüchtigsten bewaffneten Konflikte - den Krieg in Norduganda.

    Die Ausgegrenzten: Die unsichtbare Welt der Staatenlosen

    Bis zu 15 Millionen Menschen - was der doppelten Einwohnerzahl Österreichs entspricht - dürften nach Angaben des Hohen Kommissars der Vereinten Nationen für Flüchtlinge (UNHCR) als staatenlos gelten. Dennoch ist sich kaum jemand des Ausmaßes dieses Problems bewusst oder was es bedeutet, staatenlos zu sein.

    Extreme Wetterereignisse sind Teil eines neuen "normalen" Trends

    Letztes Jahr war ein schreckliches Jahr, das von Naturkatastrophen geprägt war. Bedauerlicherweise - und all zu tragisch für Millionen von Menschen - bedeutete das Jahr 2007 die "neue Normalität", ein neues Paradigma extremer Wetterereignisse. Diese all zu deutlichen Erscheinungsformen des Klimawandels verlangen schnelle Reaktionen, wie wir uns auf Naturkatastrophen vorbereiten und reagieren.

    Das Leid der Mädchensoldatinnen

    Obwohl die prekäre Lage von Kindersoldaten, die in Konflikte weltweit verwickelt sind, bekannt ist, bleibt das Schicksal der Mädchen häufig übersehen. Sie sind oft Opfer sexueller Gewalt und Ausbeutung und werden von Rebellengruppen rekrutiert, damit sie als Soldatinnen und "Sexsklavinnen" dienen. Selbst wenn sie befreit werden, bleibt das Stigma der Vergewaltigungen und ihre ehemalige Verbindung mit den Milizen an ihnen haften.

    Auf dem Scheideweg: Afghanistan und die internationale Gemeinschaft müssen gemeinsam an einem Strang ziehen

    Nach Jahren des Ringens zur Überwindung des Bürgerkriegs, der Verwüstungen und erheblichen Unterentwicklung befindet sich Afghanistans humanitär und menschenrechtlich prekäre Lage auf dem Scheideweg. Die internationale Gemeinschaft muss ihre Bemühungen verdoppeln, um die afghanische Regierung und die Menschen in dieser Übergangsperiode zu unterstützen.

    Schluss mit der tödlichen Krankheit: Fortschritte bei Malariavorbeugung und -behandlung

    Obwohl an Malaria weiterhin jährlich mehr als eine Million Menschen sterben und sie eine der maßgeblichen Todesursachen bei afrikanischen Kindern ist, blieb auch im Jahr 2007 die globale Aufmerksamkeit für diese tödliche Geißel und ebenso die Bemühungen, die Ausbreitung dieser vorbeugbaren und behandelbaren Krankheit zu stoppen, niedrig.

    Förderung und Schutz der Menschenrechte: Die Rolle der Sonderverfahren des Menschenrechtsrates

    Sonderberichterstatter und unabhängige Menschenrechtsexperten überwachen, überprüfen, beraten und berichten Jahr für Jahr über bestimmte Arten von Menschenrechtsverletzungen oder solche in bestimmten Ländern. Da sie in eigener Befugnis handeln, findet ein großer Teil ihrer Arbeit hinter den Kulissen statt und erhält nicht immer viel Aufmerksamkeit. Man könnte sagen, dass sie die stillen Helden des UNO-Überwachungssystems für Menschenrechte sind.

    Polizeiarbeit für den Frieden: Wie die UNO-Polizei die öffentliche Ordnung wahrt

    Wenn das Wort "UNO-Friedenssicherung" fällt, denken die meisten Menschen an die Blauhelmsoldaten, die in konfliktträchtige Regionen entsandt werden, um Frieden und Stabilität zu sichern. Weniger bekannt ist, dass ein entscheidender Teil der Arbeit solcher Friedenssicherungseinsätze von Männern und Frauen der UNO-Polizei geleistet wird - und das nicht nur vorrübergehend, sondern langfristig.

    Sudan: Der Weg zum "unteilbaren Frieden" im Land

    Während die Weltöffentlichkeit die Tragödie in Darfur genau beobachtet, erhält die westliche Region des Sudan nicht die Aufmerksamkeit, die sie eigentlich verdient. Sie ist der andere wichtige Bestandteil, um das Friedensabkommen umzusetzen, das den langen Krieg zwischen Nord und Süd beendete.

    Rückgang der Vogelgrippe - aber die Angst vor einer menschlichen Pandemie bleibt

    Seit dem ersten Auftreten im Jahr 2003 verbreitet sich das Vogelgrippevirus schnell. Eine rasche internationale Reaktion hat das Virus in seiner Verbreitung eindämmen können. Es werden allerdings weiterhin in mehreren Ländern Ausbrüche gemeldet. Die Bedrohung einer für den Menschen gefährlichen Mutation, die sich weltweit verbreitet, besteht weiterhin und macht Vorkehrungen für den Eventualfall entscheidend.

    Alle Materialien zu den Zehn Geschichten 2007 sind auf der Internetseite von UNIS Vienna zugänglich:

    www.unis.unvienna.org/unis/de/tenstories/07/intro.html

    Weitere Details zu den Geschichten, Interviews und weitere Fotos oder Videos können gerne angefragt werden.

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    Pressekontakt:
    Anjali Das
    UN Department of Public Information (DPI)
    Tel: (+1-212) 963 0072
    Email: das@un.org

    Mita Hosali
    UN Department of Public Information (DPI)
    Tel: (+1-212) 963 1333
    Email: hosali@un.og