Presseaussendungen

    UNIS/SGSM/028
    15. November 2007

     

     

    UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon:

    "Weltweite Toleranz durch Konflikte gefährdet"

    Erklärung zum Internationalen Tag der Toleranz, 16. November 2007

     

    Wien, 15. November 2007 (UNO-Informationsdienst) - Als die UNESCO den 16. November als Internationalen Tag der Toleranz im Jahr 1995 ausrief, gab es nicht weniger als 16 Pakte, Erklärungen, Übereinkommen und Empfehlungen, die die Notwendigkeit der Toleranz herausstellten. Sie alle sind heute nach wie vor relevant und sie alle werden dennoch nicht vollständig beachtet.

    Unsere Welt leidet unter Krieg, Terrorismus, Verbrechen gegen die Menschlichkeit, ethnische Säuberung, Diskriminierung von Minderheiten und Migranten und zahlreichen anderen Fällen von Missbräuchen gegen Menschen. Globalisierung selbst bringt zwar unsere Welt näher zusammen, kann aber auch zu großen Ängsten und innerem Rückzug führen. Gleichzeitig mit dem Zuwachs schrecklicher Bedrohungen für das Leben auf diesem Planeten steigt auch die Gefahr von Konflikten, die zu Intoleranz führen.

    Wir wissen, wie man diese Bedrohungen bekämpfen kann. Wir wissen, dass kulturelle Vielfalt, Einsatz für eine nachhaltige Entwicklung sowie Erziehung zu Toleranz und Frieden unsere besten Waffen sind. Wir wissen, dass unser wichtigster Schutz aus einer starken und den Menschenrechten gegenüber aufmerksamen Zivilgesellschaft sowie einer freien und verantwortungsvollen Presse besteht.

    Wir wissen aber auch, dass die Unterzeichnung internationaler Übereinkommen und Pakte durch Staaten die Grundlage für Veränderungen bildet. Sie sind für die Umsetzung der Richtlinien verantwortlich, selbst wenn die internationale Gemeinschaft dazu verpflichtet ist, sie dabei zu unterstützen.

    Heute ist eine Gelegenheit, die Staats- und Regierungschefs an ihre Zusagen und Verpflichtungen zu erinnern. Uns ist allen klar, wie wichtig Toleranz ist. Nur der Wille, sie durchzusetzen, muss noch stärker werden. Lassen Sie uns anlässlich des Internationalen Tages der Toleranz daran denken, dass unsere Arbeit morgen von neuem beginnt.

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