Presseaussendungen

UNIS/SGSM/102
20. März 2009

UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon:

"In dieser Zeit wirtschaftlicher Krise müssen wir Investitionen in weltweite Gesundheit schützen"

Erklärung zum Welt-Tuberkulose-Tag, 24. März 2009

WIEN, 24. März (UNO-Informationsdienst) - Die Schritte, die weltweit unternommen wurden, um Tuberkulose zu stoppen, zeigen Wirkung. Heutzutage ist die Epidemie im Begriff zu abzunehmen. Allerdings ist die Rate, mit der Tuberkulose abnimmt, bei weitem zu gering, und die Krankheit kostet alle 20 Sekunden ein Menschenleben. Millionen Menschen profitieren von einer Behandlung, die durch koordinierte nationale Bemühungen möglich wurde, aber weitere Millionen haben nicht diese Möglichkeit. Wenn wir nicht mehr tun, wird diese Zahl weiter steigen.

Gemeinsam müssen wir mithelfen, der Infektion vorzubeugen, alle Personen, die krank sind, früher identifizieren, und Behandlung für alle bereitstellen. Wir verfügen über eine Stopp-Tuberkulose-Strategie, die dies leisten kann, und einen Globalen Plan zum Stopp von Tuberkulose, die die Weichen stellt, aber unsere Bemühungen sind zu kurz gegriffen.

Wir müssen unsere Bemühungen im Kampf gegen multiresistente (MDR-TB) und extensiv resistente (XDR-TB) Formen der Tuberkulose steigern. Wir müssen auch den Kampf gegen die gemeinsame Epidemie der Tuberkulose und HIV intensivieren.

Ich begrüße das Engagement von Regierungen, multilateralen Organisationen, nichtstaatlichen Organisationen, Stiftungen und Personen aus Unternehmen, Wissenschaft und Forschung, die daran arbeiten, die Ausbreitung der Krankheit einzudämmen und zurückzudrängen sowie auf gutem Weg zu bleiben, die Millenniums-Entwicklungsziele zu erreichen.

In dieser Zeit wirtschaftlicher Krise müssen wir Investitionen in weltweite Gesundheit schützen, insbesondere zum Schutz der Schwächsten. Globale Zusammenarbeit beim Kampf gegen Tuberkulose und für alle Millenniums-Entwicklungsziele muss grundlegend für unsere kommenden Aufgaben sein. Wenn wir in die Zukunft schauen, müssen wir Partnerschaften eingehen und ausweiten, um die Lösungen bereitzustellen, von denen wir heute wissen, dass sie funktionieren. Wir müssen auch Innovationen schaffen, so dass wir der Krankheit vorbeugen und Leben retten können sowie das Wohlergehen der Gemeinschaften ermöglichen.

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