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Weltumwelttag wird in Wien mit Musik und kollektiven Bemühungen zum Schutz des Planeten und zur Förderung der Ziele für nachhaltige Entwicklung begangen

WIEN, 7. Juni 2019 - Die Live-Aufführung des Weltumwelttag-Songs 'We are walking on' war der Höhepunkt eines Events anlässlich des Weltumwelttages 2019 bei den Vereinten Nationen in Wien. Organisiert wurde der Event vom UN Environment Vienna Office - Secretariat of the Carpathian Convention (UNO-Umwelt Büro Wien, Sekretariat der Karpaten Konvention), in Zusammenarbeit mit dem UNESCO Club Wien und dem Informationsdienst der Vereinten Nationen (UNIS).  

Der Stellvertretende Generaldirektor des UNO-Büros in Wien (UNOV), Dennis Thatchaichawalit, begrüßte die Gäste in Vertretung von Generaldirektor Yury Fedotov. Er verwies auf das kürzliche Treffen von der jungen Klimaschutzaktivistin Greta Thunberg mit UNO-Generalsekretär António Guterres im Vienna International Centre (VIC), wo beide an die Führenden der Welt appellierten, ihre Bemühungen im Kampf gegen die Klimakrise zu verstärken.

Harald Egerer, Leiter des UN Environment Vienna Office - Secretariat of the Carpathian Convention, dankte allen Partnern des Events und präsentierte die Live-Musikdarbietung als das Besondere der Veranstaltung.   

Der Song wurde vom Stargast und Grammy-Gewinner, Musikproduzenten, Songschreiber und Goodwill-Botschafter der Stadt Kitakyushu (Japan), Sadaharu Yagi produziert. Co-Autoren waren der italienische Musiker und Gitarrist Federico Ferrandina, die italienisch-kanadische Texterin und Dramatikerin Clea Scala und der in Berlin lebende italienische Sängar Azzurra. Der Song, eine Botschaft der Hoffnung, wurde dem Schutz der Erde und der Umwelt gewidmet und soll Bewusstsein für Ziele für nachhaltige Enwicklung schaffen.

Bezugnehmend auf das Thema des diesjährigen Weltumwelttages "Bekämpfe Luftverschmutzung", erinnerte Goodwill-Botschafter Sadaharu Yagi an die Lage in seiner Heimatstadt Kitakyushu (Japan): "Die Stadt war ein führendes Industriezentrum, spezialisiert auf die Produktion von Eisen und Stahl. In den 1960er Jahren hatte die Stadt massive Umweltprobleme, mit der schlimmsten Verschmutzung im Land. Dann drehte die Stadt die verzweifelte Lage um. Die Regierung, private Unternehmen und die Bürger arbeiteten zusammen und nun bin ich stolz sagen zu können, dass die Stadt heute eine der niedrigsten Luftverschmutzungen im Land hat".

Im Jahr 1990 erhielt Kitakyushu den 'Global 500 Preis' - einen Preis vom Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) in Anerkennung an die Umweltleistungen von Individuen und Organisationen auf der ganzen Welt. Die Stadt wurde auch von der japanischen Regierung als offizielle Zunkunftsstadt für die Ziele für nachhaltige Entwicklung für ihr Engagement bei nachhaltiger Entwicklung ausgewählt.

 "Während ich erwachsen wurde, stellte ich fest, wie wichtig es ist, die Umwelt zu schützen, und dass das nur passiert, wenn es kollektive Bemühungen gibt, die Dinge zu verändern. Ich verliebte mich auch in die Musik, die, wie ich feststellte, eine starke, vereinende Kraft hat; eine, die alle Grenzen überschreitet", sagte Sadaharu Yagi.

Die Aufführung des Songs zum Thema des Weltumwelttages 2019 war Teil der globalen Vorstellung durch das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP). Der Song betont die dringende Notwendigkeit, ein nachhaltiges Leben anzunehmen, wenn wir gewährleisten wollen, dass die Welt kein Opfer unserer Gier und Sorglosigkeit wird. "Die Botschaft von 'We are walking on' wurzelt in unserer Verpflichtung, als Menschen besser und toleranter zu werden - zu fühlen, dass wir alle eins sind. Solange wir diese Idee nicht verstehen und annehmen, werden wir unserem Planeten, und uns selbst, mehr schaden als gut tun.  

Der Sänger Azzurra sagte: "Musik kann helfen zu heilen, Barrieren und Grenzen überwinden, bilden, und Menschenrechte fördern und schützen". 

 "Es ist eine große Ehre, den musikalischen Horizont für die Ziele für nachhaltige Entwicklung zu formen. Ich persönlich hoffe, dass Musik und andere Sprachen uns helfen, eine neue Mythologie für eine bessere Welt zu schaffen, und neue Ideen zu finden, um das widersprüchliche Konzept der Entwicklung zu übertreffen. Wir gehen weiter, um uns einen besseren und glücklicheren Weg vorzustellen und zu schaffen, und unser Leben mit dem Planeten zu teilen", sagte der Musikkünstler und Gitarrist Federico Ferrandina.

Junge Klima- und Umweltaktivisten auf der ganzen Welt fordern Maßnahmen, um die rasante Zerstörung der Erde und der Umwelt aufzuhalten. Nathan Spees, Programmkoordinator des Worldwide Fund for Nature (WWF) Austria und sein junges Team von der Generation Earth Network kamen direkt vom Aufräumen an der Donau zu dem Event. Gemeinsam riefen sie zu mehr direkter Einbeziehung junger Menschen in den Entscheidungsprozess und die verstärkten Bemühungen aller Erwachsenen im Kampf gegen die Klimakrise und den Kampf für eine nachhaltige Zukunft auf. 

Unter dem Thema "Jugend-Engagement für die SDGs und die Umwelt #IChooseAction" präsentierten die Präsidenten von AISEC Austria 2018-2020, Caroline Wenninger und Eduardo Alvarez das Projekt ihrer Organisation, junge Erwachsene für nachhaltige Austauschaktivitäten in die ganze Welt zu entsenden.

Jorge Rios, Leiter des Global Programme to Combat Wildlife and Forest Crime and Sustainable Livelihoods Unit, Büro der Vereinten Nationen für Drogen und Verbrechensbekämpfung (UNODC) sprach über UNODCs Arbeit zu den Herausforderungen, denen unser Ökosystem und unsere Biodiversität gegenüberstehen, wie etwa den Raubbau der marinen Ressourcen, Abfallentsorgung, verbrecherische Praktiken in der Fischerei und der Handel mit Wildtieren. "Die Zahl der Elefanten, die jeden Tag getötet werden, passt in die Rotunda" sagte er.

Alois Mhlanga, Leiter der Climate Technology and Innovation Division, Organisation der Vereinten Nationen für industrielle Entwicklung (UNIDO), verwies auf die Arbeit von UNIDO im Kampf gegen Luftverschmutzung in geschlossenen Räumen in Entwicklungsländern. Vierzig Prozent der Weltbevölkerung haben keinen Zugang zu sauberen Kraftstoffen und Technologien für das tägliche Kochen und sind angewiesen auf andere Brennstoffe wie Holz, Ernterückstände, tierische Abfälle, Holzkohle und Kerosin. Dies ist ein tägliches Gesundheitsrisiko, das Erkrankungen wie akute Atemwegsinfektionen bis zu langfristigen Herz- und Lungenerkrankungen birgt, sagte er.

Am Ende der Veranstaltung wurde das Musikvideo "We are walking on" von der in Los Angeles lebenden, preisgekrönten Regisseurin Puja Maewal gezeigt. Sie wollte "die Schönheit der Natur durch Landschafts- und Tieraufnahmen" zeigen, und "hofft schlussendlich, Bewusstsein zu schaffen für die Erhaltung der natürlichen Schönheit unseres Planeten".

Moderiert hat den Event Martin Nesirky, Direktor des Informationsdienstes der Vereinten Nationen (UNISI) Wien.

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