Presseaussendungen

 UNIS/NAR/732
18. Dezember 2001

Drogen-Kommission billigt Budget des UNO-Drogenkontrollprogramms (UNDCP)

WIEN, 14. Dezember (UNO-Informationsdienst) - Pino Arlacchi, Exekutivdirektor des Büros für Drogenkontrolle und Verbrechensbekämpfung der Vereinten Nationen (ODCCP), hat die Drogen-Kommission (die Aufsichts-Instanz für das Drogenkontrollprogramm der Vereinten Nationen (UNDCP)) auf ihrer 44. Sitzung vom 12.-13. Dezember 2001 in Wien darüber informiert, dass er in Absprache mit UNO-Generalsekretär Kofi Annan sein Amt zum 1. Januar 2002 niederlegen wird.

In der vierjährigen Amtszeit Pino Arlacchis hat das ODCCP seinen Einfluss und seine Präsenz verbessert. Zwei Veranstaltungen haben insbesondere die Rolle des Büros in den globalen Bemühungen zur Drogenkontrolle und Verbrechensbekämpfung gestärkt: Die Sondersitzung der UNO-Generalversammlung 1998 zu Drogenproblemen und die UNO-Versammlung gegen Grenzüberschreitendes Organisiertes Verbrechen, die 2000 in Palermo, Italien, abgehalten wurde.

Mit der Annahme des UNDCP-Budgets für die nächsten zwei Jahre drücken die Mitgliedsstaaten ihre Unterstützung für die derzeitigen Management-Reformen innerhalb des Büros aus, einschliesslich neuer gemeinschaftlicher Verfahren und mehr Transparenz in der Projektauswahl sowie stärkerer Einbindung der Mitarbeiter in alle Phasen der Projektdurchführung.

Einige Erfolge in der weltweiten Strategie zur Drogenkontrolle umfassen die Bemühungen zur Ausrottung des Opiumanbaus in Afghanistan sowie effektive, alternative Entwicklungsprojekte, die die Drogenproduktion in einer Reihe von Ländern - unter anderen Peru, Bolivien und Laos - ersetzen, ebenso wie die Festigung bereits erreichter Ergebnisse in Pakistan und Thailand.

UNDCP plant, sein Büro in Kabul wieder zu eröffnen, um effektiver mit den neuen afghanischen Behörden zusammenzuarbeiten. Ziel ist die Fortsetzung des Drogenkontrollabkommens, das dieses Jahr geschlossen wurde. Die Taliban hatten daraufhin den Mohnanbau verboten, wodurch die Mohnanbauflächen um 91 Prozent und die Opiumproduktion um 94 Prozent zurückgegangen sind.

Die Kommission unterstützte auf dem zweitägigen Treffen in Wien das Bemühen des ODCCP, größere Synergieeffekte zwischen seinen Drogenkontroll- und Verbrechensbekämpfungsprogrammen zu erzeugen, und damit die Möglichkeit zu schaffen, mehr gemeinsame Projekte unter Nutzung vorhandener Resourcen zu entwickeln.

* *** *