Note Nr 162
12. Oktober 2001

DER FRIEDENS-NOBELPREIS 2001 GEHT AN DIE VEREINTEN NATIONEN UND IHREN GENERALSEKRETÄR KOFI ANNAN

OSLO, 12 October -- Das norwegische Nobel-Komitee entschied heute, den Friedens-Nobelpreis 2001 zu gleichen Teilen den Vereinten Nationen (VN) und deren Generalsekretär Kofi Annan für ihren Beitrag zu einer besser organisierten und friedlicheren Welt zu verleihen.

Seit einhundert Jahren strebt das norwegische Nobel Komitee danach, die organisierte Zusammenarbeit zwischen den Staaten zu stärken. Das Ende des kalten Krieges machte es letztendlich den VN möglich, die Rolle intensiver auszufüllen, die ihr ursprünglich zugedacht war.

Heute steht die Organisation in vorderster Front sowohl der Bemühungen, Frieden und Sicherheit in der Welt zu schaffen als auch bei der internationalen Mobilisierung, den weltweiten ökonomischen, sozialen und ökologischen Herausfordrungen zu begegnen.

Kofi Annan hat nahezu sein gesamtes Arbeitsleben den VN gewidmet. Hervorragend erweckte er als Generalsekretär die Organisation zu neuem Leben.

Während er klar die traditionelle Verantwortung der VN für Frieden und Sicherheit unterstreicht, hebt er auch ihre Verpflichtungen für die Menschenrechte hervor. Der Generalsekretär nahm neue Herausforderungen wie HIV/AIDS und internationalen Terrorismus an, und erreichte eine effizientere Nutzung der bescheidenen VN-Resourcen. In einer Organisation, die schwerlich mehr sein kann als es ihre Mitglieder erlauben, machte er deutlich, dass Souveränität kein Schild sein kann, hinter dem Mitgliedsstaaten ihre Übertretungen verbergen.

Die VN haben in ihrer Geschichte viele Erfolge erzielt und viele Rückschläge einstecken müssen. Durch diesen ersten Friedenspreis an die gesamte VN, möchte das norwegische Nobel-Komitee in seinem 100. Jahr deutlich machen, dass der einzig gangbare Weg zu Weltfrieden und Zusammarbeit über die Vereinten Nationen führt.

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