Presseaussendungen

SG/SM/8067
HR/4575
OBV/255
6. Dezember 2001

Generalsekretär Kofi A. Annan:

Konzertierte Aktion gegen den Terrorismus hat eine universelle Menschenrechts-Dimension; Verletzungen sind Warnzeichen für künftige Konflikte

Erklärung zum Tag der Menschenrechte, 10. Dezember 2001

NEW YORK, 5. Dezember (UNO-Hauptquartier) - Jedes Jahr am 10. Dezember wird auf Beschluss der Generalversammlung der Vereinten Nationen der Tag der Menschenrechte begangen. Generalsekretär Kofi Annan hat aus diesem Anlass folgende Erklärung veröffentlicht:

Zum diesjährigen Tag der Menschenrechte, grüsse ich Sie mit besonderem Stolz. An eben diesem Tag werden die Vereinten Nationen mit dem Friedens-Nobelpreis geehrt.

Frieden und Menschenrechte gehören zusammen - wie die Gründer der Vereinten Nationen bereits wussten. Sie waren fest entschlossen, nachfolgende Generationen vor der Geissel des Krieges zu bewahren und den Glauben an die grundlegenden Menschenrechte wieder herzustellen.

Umfassende Verletzungen der Menschenrechte sind in jedem Staat ein gefährliches Signal. Sie warnen uns, dass ein Konflikt am Horizont heraufzieht. Nur wenn wir diese Warnung ernst nehmen und rechtzeitig für die Aufrechterhaltung der Menschenrechte in Aktion treten, können wir die Menschen eines solchen Staates - und oft auch deren Nachbarn - vor der Kriegsgefahr schützen.

In der heutigen eng verknüpften Welt, in der Konflikte in einem Land Auswirkungen auf ein anderes, weit entferntes, Land haben können, müssen wir uns dieser Erkenntnis mehr denn je bewusst sein.

Und während wir uns zusammenschließen, um dem Terrorismus zu begegnen, lasst uns daran denken, dass die Menschenrechte, die wir verteidigen, weltweit gelten.

Lasst uns härter denn je daran arbeiten, Rassismus und Diskriminierung zu besiegen.

Lasst uns beschließen, alle Männer und Frauen auf diesem Planeten - ungeachtet ihrer Rasse, ihres Glaubens oder ihrer Nationalität - als Angehörige einer menschlichen Familie zu behandeln, deren Schicksal wir teilen.

Lasst uns deren Rechte achten, genauso wie wir uns wünschen, dass sie die unseren respektieren.

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