Presseaussendungen


Pressenotiz

Note Nr. 186
23. April 2002

KREATIVITÄT HERAUSFORDERN

Der internationale „Tag des geistigen Eigentums"
wird am 26. April begangen


Am 26. April wird zum zweiten Mal weltweit der internationale „Tag des geistigen Eigentums" unter der Schirmherrschaft der Weltorganisation zum Schutze des Geistigen Eigentums (WIPO) begangen. Das diesjährige Motto des Tages „Kreativität herausfordern" drückt nach Meinung von Dr. Kamil Idris, Generaldirektor der in Genf beheimateten Organisation, „die Überzeugung aus, dass die menschliche Erfindungsgabe, die durch das System des geistigen Eigentums nutzbar gemacht wird, der Schlüssel ist für Wohlstand, steigenden Lebensstandard und die Bereicherung unseres globalen Kulturerbes".

Vor zwei Jahren bestimmten die Mitgliedstaaten der Weltorganisation zum Schutze des geistiges Ei- gentums den 26. April (an diesem Tag trat die Konvention der WIPO 1970 in Kraft) zu einem jährlich wiederkehrenden Ereignis mit speziellen Veranstaltungen, um die Wichtigkeit und den praktischen Nutzen des geistigen Eigentums hervorzuheben. Hauptziel des Tages ist es, auf die Bedeutung der Kreativität und der Innovation für das alltägliche Leben der Menschen und die Verbesserung der Gesell- schaft aufmerksam zu machen.

Die Fähigkeit, neue Ideen zu entwickeln, fördert Bereiche wie Umweltschutz, Lebensmittelsicherheit oder Gesundheitswesen. Der Auftrag der WIPO entstammt ihrer Verpflichtung für die weltweite Entwicklung uneingeschränkter Kreativität sowie eines globalen Schutzsystems für geistiges Eigentum zu sorgen. Dies kommt der Stärkung der ökonomischen Leistungsfähigkeit und der Verbesserung der Lebensqualität zugute.

Die WIPO ermuntert ihre Mitgliedstaaten und die interessierten Regierungs- und Nichtregierungsorgani- sationen, den „Welttag des geistigen Eigentums" am 26. April einfallsreich zu feiern. Dabei konzentrieren sich die Bemühungen in Zusammenarbeit mit Schulen, Unternehmen, Industrie- und Handelskammern sowie den Medien auf Veranstaltungen wie:

  • Die Organisation von öffentlichen Veranstaltungen, die für Respekt für Kreative und Kreativität zu werben.
  • Aufsatzwettbewerb in lokalen Schulen: „Wie Kreativität und Innovation die Welt verbessern."
  • Seminare und Konferenzen in Zusammenarbeit mit den lokalen Industrie- und Handelskammern und Unternehmen.
  • Radio- und Fernsehsendungen sowie Leitartikel, um auf Kreativität aufmerksam zu machen.
  • Herstellung von Broschüren und Plakaten über geistiges Eigentum, die sich auf lokales Geschehen konzentrieren.
  • Wettbewerb um die beste Erfindung.
  • Ausstellungen in Einkaufszentren zum Thema: „Wie Kunden von starken Markenzeichen profitieren."

Im Rahmen verschiedener europäischer Veranstaltungen, die auf den zweiten „Welttag des geistigen Eigentums" aufmerksam machen sollen, findet eine Tagung europäischer und asiatischer Patentanwälte in Moskau sowie eine zweitägige Konferenz am 26./27. April der Direktoren der „Motion Picture Association" über die nationalen Anti-Piraterie-Strategien und -programme in Lissabon statt.

Die Weltorganisation zum Schutze des Geistigen Eigentums (WIPO) wurde 1971 gegründet, um den Schutz der Patentrechte zu fördern und um die Anerkennung und die Belohnung des Einfallsreichtums von Autoren und Mentoren zu unterstützen . Die WIPO als eine spezielle Einheit im System der Verein- ten Nationen bildet für ihre Mitgliedstaaten ein Forum, um Gesetze und Praktiken zu schaffen und zu harmonisieren, die dem Schutz des geistigen Eigentums dienen sollen. Während die Industriestaaten über eine lange Tradition im Bereich des geistigen Eigentumsschutzes verfügen, ist dieses Thema unter kleineren und mittleren Unternehmen weniger bekannt, sowie in Entwicklungsländern gänzlich neu. Da geistiges Eigentum als Schlüssel für wirtschaftliches Wachstum angesehen wird, konzentriert die WIPO ihre Aktivitäten darauf, geeignete Massnahmen zu fördern, die Copyrights, Warenzeichen und Modelle der Entwicklungsländer schützen. Die Organisation stellt Rechtshilfe und technische Unterstützung zur Verfügung, um die nationalen Schutzsysteme zu stärken.

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