Presseaussendungen

SG/SM/8387
OBV/289
18. September 2002

Generalsekretär Kofi A. Annan:

Ein Tag weltweiter Waffenruhe und Gewaltfreiheit

Erklärung zum Internationalen Tag des Friedens New York, 21. September 2002

NEW YORK, 17. September -- Am 7.September 2001 beschloss die Generalversammlung, dass, beginnend mit 2002, jedes Jahr am 21.September der Internationale Tag des Friedens begangen wird. Die Resolution 55/282 sieht vor, den Tag künftig als Tag der globalen Waffenruhe und Gewaltfreiheit zu würdigen. UNO-Generalsekretär Kofi Annan hat dazu folgende Erklärung veröffentlicht:

Die Friedensglocke am UNO-Hauptsitz, gegossen aus Münzen, die Kinder aus aller Welt gespendet hatten, ist ein Symbol weltweiter Solidarität. Das japanische Geschenk erinnert auch daran, wieviel Menschenleben der Krieg kostet.

"Lang lebe unumschränkter Weltfrieden" lautet die Inschrift. Jedes Jahr am Tag des Internationalen Friedens versammeln sich Menschen aus aller Welt, um diesen Vorsatz zu erneuern, der Opfer von Konflikten zu gedenken, und sich auf die uralte Suche nach Schaffung einer sichereren und gerechteren Welt zurückzubesinnen.

Dieses Jahr kennzeichnet den Beginn einer neuen Friedenstag-Tradition. Die Generalversammlung hat beschlossen, von nun an den Internationalen Tag des Friedens jedes Jahr am 21. September zu begehen, als "einen Tag weltweiter Waffenruhe und Gewaltfreiheit". Deshalb rufe ich alle Nationen und alle Menschen dazu auf, alle Feindseligkeiten für den gesamten Tag einzustellen.

Vierundzwanzig Stunden: um Katastrophenhelfern bei der Ausübung ihrer lebenswichtigen Dienste eine sichere Pause zu gewähren; um Vermittlern einen Baustein zu längerer Waffenruhe in die Hand zu geben; um all jenen, die in Konflikte verwickelt sind, das Nachdenken zu erlauben ob es weise ist, weiter Gewalt anzuwenden.

Vierundzwanzig Stunden: keine lange Zeit, aber genug für die Mächtigen der Welt, endlich ihren Völkern zuzuhören. Manche Völker wünschen ein Ende der Unterdrückung und Intoleranz - und würden es auch öffentlich kundtun, wenn sie ihre Grundrechte und Freiheiten ausüben könnten. Andere wollen die Befreiung von Armut und Verzweiflung, und würden es lauthals mitteilen, wenn sie nicht der tägliche Kampf um Nahrung und Unterkunft für ihre Familien so belasten würde.

Die Mächtigen haben eine besondere Verwantwortung, die Botschaft zum Internationalen Tag des Friedens zu hören. Möge sie weithin ertönen.

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