Presseaussendungen

   UNIS/OS/265
23. September 2003

UNO hilft Entwicklungsländern Weltraumtechnologie stärker zu nutzen

WIEN, 23. September (UNO-Informationsdienst) - Vom 25. bis 27. September findet an der Universität Bremen ein dreitägiger Workshop zum Thema "Bildung und Kapazitätsaufbau in der Weltraumtechnologie zum Nutzen von Entwicklungsländern" statt. Im Mittelpunkt stehen diesmal Anwen­dungen zur Fernerkundung. Der Lehrgang wird im Zusammenhang mit dem 54. Kongress der Internationalen Astronautischen Föderation (IAF) gehalten.

Organisatoren dieser 13. Schulung  in einer erfolgreichen Serie sind das Büro der Vereinten Nationen für Weltraumfragen (OOSA), im Rahmen des Programms der Vereinten Nationen für Raumfahrtanwendungen, und die IAF. Teilfinanziert wird das Projekt von der Europäischen Weltraumagentur und der Deutschen Bundesregierung.

Die potentiellen Erfolge von Fernerkundungsanwendungen für die nachhaltige Entwicklung und den Aufbau eigener Kapazitäten sind in den Entwicklungsländern allgemein anerkannt. Dennoch hat die Erfahrung gezeigt, dass für eine erfolgreiche Umsetzung und Durchführung dieser Technologie bei wesentlichen Punkten Handlungsbedarf besteht - unter anderem bei der kontinuierlichen Weiterbildung des Personals.

In diesem Zusammenhang hat die dritte Konferenz der Vereinten Nationen über die Erforschung und friedliche Nutzung des Weltraums (UNISPACE III) viel Wert darauf gelegt, den Aufbau von Kapazitäten zu fördern. Dies soll mit Hilfe verschiedener Methoden erreicht werden, darunter die Schaffung von Arbeitskräfte- und Budgetressourcen, die Ausbildung und professionelle Weiterbildung von Lehrern, den Austausch von Lehrmethoden, Materialien und Erfahrung sowie die Entwicklung der Infrastruktur und der Anwendungspolitik in diesen Gebieten.

Im Laufe des Workshops werden diese und andere Themen angesprochen und darüber diskutiert, inwieweit Anwendungen zur Fernerkundung sowie verstärkte Ausbildung zum Aufbau von Kapazitäten in den Entwicklungsländern beitragen können.

Der Workshop hat zwei Schwerpunkte. Dies sind zum einen technische Anwendungen der Fernerkundung zur Unterstüztung einer nachhaltigen Entwicklung, die mit Landwirtschaft, Gewässerkunde, Umwelt, Katastrophenschutz und Geologie in Zusammenhang stehen. Zweiter Schwerpunkt ist die Schulung in der Fernerkundung zur Unterstützung einer nachhaltigen Entwicklung in Hinblick auf die Entwicklung von Lehrplänen, Computer-unterstütztes Lehren und Lehren auf Universitätniveau, auf Internetquellen und elektronisches Lernen sowie auf die internationale Zusammenarbeit.

Etwa 70 Teilnehmer, darunter Weltraumexperten aus dem akademischen und wissenschaftlichen Bereich, Entscheidungsträger und Vertreter der Weltraumindustrie, sowie Repräsentanten von internationalen Organisationen und dem Privatsektor werden an dem Workshop teilnehmen. Speziell folgende Länder und Institutionen werden vertreten sein:

Algerien, Angola, Aserbaidschan, Brasilien, Bulgarien, Deutschland, Ghana, Honduras, Indien, Jamaika, Japan, Jordanien, Kamerun, Kanada, Kenia, Kolumbien, Lesotho, Libyen, Malaysia, Mexiko, Namibia, Nigeria, Pakistan, Peru, Rumänien, Russland, Singapur, Südafrika, Syrien, Tansania, Thailand, Türkei, Uganda, Grossbritannien, USA, das Regionale Zentrum für Weltraumwissenschaft und Technologiebildung, das den Vereinten Nationen angegliedert ist, die Europäische Welt­raumagentur, das Asiatische Technologieinstitut, die Internationale Astronautenakademie, die Internationale Astronautische Föderation, das Internationale Institut für Weltraumrecht und das Büro der Vereinten Nationen für Weltraumfragen (OOSA).

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Das Programm der Vereinten Nationen für Raumfahrtanwendungen wird vom Büro der Vereinten Nationen für Weltraumfragen (Office for Outer Space Affairs - OOSA) umgesetzt. Sein Ziel ist es, die Nutzung der Weltraumwissenschaft und -technologie für die wirtschaftliche und soziale Entwicklung aller Staaten, speziell von Entwicklungsländern zu verbessern. Innerhalb dieses Programmes führt das Büro Trainingskurse, Workshops, Seminare und andere Aktivitäten für Einsatzmöglichkeiten und zur Bildung von Kapazitäten in Bereichen wie Fernerkundungen, Kommunikation, Satellitenmeteorologie, Suche und Rettung, elementare Weltraumwissenschaft, Satellitennavigation und Weltraumrecht durch.

Das Büro der Vereinten Nationen für Weltraumfragen führt Entscheidungen der Generalversammlung und des Ausschusses für die friedliche Nutzung des Weltraums und seiner beiden Unter­ausschüsse, dem Wissenschaftlich-Technischen und dem Rechtlichen Unterausschuss, aus. Das Büro ist für die Förderung internationaler Zusammenarbeit zur friedlichen Nutzung des Weltraums und der Hilfe von Entwicklungsländern bei der Nutzung von wissenschaftlicher Weltraumtechnologie verantwortlich. Die UNO-Weltraumbehörde ist in Wien ansässig; ihre Internetseite ist unter http://www.oosa.unvienna.org  abrufbar.

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