Presseaussendungen

    SG/SM/8823
IK/376
20. August 2003

Generalsekretär Kofi A. Annan:

"Anschlag ist nicht nur ein Verbrechen gegen die UNO sondern gegen den Irak selbst"

Erkärung zum Tod von Sergio Vieira de Mello

NEW YORK, 19. August -- Der Verlust von Sergio Vieira de Mello ist ein schwerer Schlag für die Vereinten Nationen, aber auch für mich persِnlich. Der Tod von Kollegen ist immer schwer, aber ich kann an keinen anderen denken, den wir dringender benöِtigt hätten als Sergio Vieira de Mello. Während seiner gesamten Laufbahn war er der Humanität verpflichtet und wollte das Leid von Männern und Frauen lindern. Er wollte helfen, dass sie ihre Konflikte lِösen und ihre kriegsgeplagten Gesellschaften wieder aufbauen. Bei seiner Arbeit auf allen Kontinenten -- als Vertreter des Hohen Flüchtlingskommissars der Vereinten Nationen, als Nothilfekoordinator, als mein Sonderbeauftragter für den Kosovo und Ost-Timor -- und viel zu kurz als Hochkommissar für Menschenrechte. In all diesen Positionen hat er die Menschen mit seinem Charme, seiner Energie und seinem Tatendrang beeindruckt, der nicht auf Kraft sondern auf Diplomatie und Überzeugung beruhte.

Im Irak, wo er die letzten Monate seines Lebens verbrachte, hat er Tag und Nacht gearbeitet, um den Irakern dabei zu helfen, ihre Selbstbestimmung wieder zu erlangen und eine Zukunft des Friedens, der Gerechtigkeit und Unabhängigkeit zu schaffen. Es ist tragisch, dass er nun für diese Sache sein Leben geben musste, zusammen mit anderen, die wie er hingebungsvolle Mitarbeiter der Vereinten Nationen waren. Diejenigen, die ihn umgebracht haben, haben ein Verbrechen begangen -- nicht nur gegen die Vereinten Nationen, sondern gegen den Irak selbst.

Ich trauere zutiefst mit Sergio Vieira de Mellos Familie. Wir alle werden ihn sehr als Kollegen und Freund vermissen. Lassen Sie uns die Arbeit vollenden, die er begonnen hat, damit sein Tod nicht umsonst war.

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