Presseaussendungen

UNIS/OS/288
10. September 2004

Graz lädt zum Symposium "Weltraumlösungen für Wassermanagement"

WIEN, 10. September (UNO-Informationsdienst) - Ein viertägiges Symposium zum Thema "Wasser für die Welt: Weltraumlösungen für Wasser-Management" wird vom 13. bis 16. September in der Österreichischen Akademie der Wissenschaften in Graz stattfinden. Das Symposium wurde gemeinsam vom Büro der Vereinten Nationen für Weltraumfragen (UNOOSA), von der Österreichi­schen Bundesregierung und von der Europäischen Weltraumbehörde (ESA) organisiert. Es ist das zweite einer Reihe von insgesamt drei aufeinander folgenden Symposien zwischen 2003 und 2005, mit dem Ziel, den erwiesenen Nutzen von Weltraumtechnologie in Hinblick auf einige der Projekte zu bewerben, die der Plan zur Umsetzung des Weltgipfels für nachhaltige Entwicklung (WSSD) vorsieht. Das Symposium wird vom Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie, dem Land Steiermark, der Stadt Graz und der ESA finanziert.

Im Rahmen des Symposiums wird über den Einsatz von Weltraumtechnologie zur Verbesserung des Managements von Wasserressourcen diskutiert. Wichtig dabei ist die Schaffung von Synergien zwischen einer Anzahl von bereits bestehenden Initiativen. Der Ausschuss für die friedliche Nutzung des Weltraums beschäftigt sich mit dem Thema "Weltraum und Wasser" bereits seit seiner dies­jährigen Tagung im Juni 2004. Der Ausschuss ist ausserdem für die zwischenstaatliche Koordinierung der Umsetzung der Empfehlungen der Dritten Konferenz der Vereinten Nationen über die Erforschung und friedliche Nutzung des Weltraums (UNISPACE III) verantwortlich, die vielfach mit Fragen der Wasserversorgung zusammenhängen. Als Teil seines WSSD-Nachfolgeprogrammes startete der Ausschuss für Erdbeobachtungssatelliten (CEOS) seine TIGER-Initiative, die einen Schwerpunkt auf die Erdbeobachtung für eine umfassende Wasserversorgung in Afrika setzt. Das Symposium wird ausserdem die neuesten Ergebnisse der Arbeit der Kommission für Nachhaltige Entwicklung und anderer Einheiten innerhalb der Vereinten Nationen berücksichtigen, die sich mit dem Management von Wasserressourcen als Antwort auf den WSSD-Umsetzungsplan befassen.

Die konkreten Zielsetzungen des Symposiums für 2004 sind: (i) die Bedürfnisse der Endver­braucher zu bewerten, die mit Wasserressourcen-Management befasst sind und zu untersuchen, wie Weltraumtechnologie das Wassermanagement verbessern könnte; (ii) zu untersuchen, welche Art und welches Niveau von Ausbildung für welche Zielgruppen notwendig sind; (iii) funktionelle Partner­schaften zwischen Weltraumbehörden, weltraumbezogenen Forschungsinstituten, Flussgebiets­behörden, Ministerien und Regierungsbehörden zu bestimmen, die für das Wasserressourcen-Management in Entwicklungsländern verantwortlich sind; und (iv) notwendige Schritte für die Ein­führung von Pilotprojekten festzulegen. Ziel des Symposiums ist die Schaffung einer Arbeitsgruppe aus  Flussgebiets- und Weltraumbehörden, um einen Aktionsplan für ein Pilotprojekt zu entwickeln, welches Training im Umgang mit Weltraumtechnologien für ein umfassendes Wasser­ressourcen-Management in Entwicklungsländern anbieten soll.

Entscheidungsträger und Programmmanager von Regierungseinrichtungen und der Privat­wirtschaft aus folgenden Ländern und Organisationen werden voraussichtlich das Symposium besuchen: Afghanistan, Algerien, Bangladesch, Brasilien, Bulgarien, Chile, China, Deutschland,  Frankreich, Georgien, Ghana, Honduras, Indien, Iran, Jordanien, Kambodscha, Kroatien, Marrokko, Nepal, Niger, Nigeria, Österreich, Paraguay, Philippinen, Republik Moldau, Rumänien, Senegal, Südafrika, Syrien, Tadschikistan, Tonga, Tunesien, Usbekistan, Venezuela, Vereinigte Staaten, Vietnam, das Umweltprogramm der Vereinten Nationen, das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen, ESA, die Internationale Weltraum- Universität, und das Büro der Vereinten Nationen für Weltraumfragen. Die folgenden Flussgebietsbehörden werden ebenfalls am Symposium teilnehmen: Comision Administradora del Rio de la Plata, Lake Chad Basin Commission, Niger Basin Authority, Das Nile Basin Initiative Secretariat und die Senegal River Basin Authority.

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Das Programm der Vereinten Nationen für Raumfahrtanwendungen wird vom Büro der Vereinten Nationen für Weltraumfragen (Office for Outer Space Affairs - OOSA) umgesetzt. Sein Ziel ist es, die Nutzung der Weltraumwissenschaft und -technologie für die wirtschaftliche und soziale Entwicklung aller Staaten, speziell von Entwicklungsländern zu verbessern. Innerhalb dieses Programmes führt das Büro Trainingskurse, Workshops, Seminare und andere Aktivitäten für Einsatzmöglichkeiten und zur Bildung von Kapazitäten in Bereichen wie Fernerkundungen, Kommunikation, Satellitenmeteorologie, Suche und Rettung, elementare Weltraumwissenschaft, Satellitennavigation und Weltraumrecht durch.

Das Büro der Vereinten Nationen für Weltraumfragen führt Entscheidungen der General­versammlung und des Ausschusses für die friedliche Nutzung des Weltraums und seiner beiden Unterausschüsse, dem Wissenschaftlich-Technischen und dem Rechtlichen Unterausschuss, aus. Das Büro ist für die Förderung internationaler Zusammenarbeit zur friedlichen Nutzung des Weltraums und der Hilfe von Entwicklungsländern bei der Nutzung von wissenschaftlicher Weltraumtechnologie verantwortlich. Die UNO-Weltraumbehörde ist in Wien ansässig; ihre Internetseite ist unter http://www.oosa.unvienna.org/   abrufbar.

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