Presseaussendungen

UNIS/INF/69
5. April 2005

Kinder- und Frauensterblichkeitsrate erfordert mehr Aufmerksamkeit

Weltgesundheitstag der Vereinten Nationen im Zeichen zweier Millenniumsziele

WIEN, 5. April (UNO-Informationsdienst) – „Gesunde Mütter und Kinder“ ist das Thema des diesjährigen Weltgesundheitstages, der am 7. April  begangen wird. Durch diesen Tag soll die allgemeine Aufmerksamkeit sowohl auf die Millionen von Frauen -- die jährlich während der Schwangerschaft oder bei der Geburt sterben -- als auch auf die 11 Millionen Kinder, die sterben, bevor sie das Alter von fünf Jahren erreichen, gelenkt werden.

Das Thema ist eine direkte Antwort auf zwei der vor fünf Jahren angenommenen Millenniumsentwicklungsziele (MDGs). Die Regierungschefs versprachen, bis zum Jahr 2015 die Sterblichkeitsrate von Frauen um ein Drittel und die von Kindern um zwei Drittel zu senken. Der Weltgesundheitstag ist eine Mِöglichkeit, uns dieser Ziele wieder bewußt zu werden, alle Beteiligten zusammenzubringen und die Lِösungen, die funktionieren, weltweit anzuwenden.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist zuständig  für die erfolgreiche Organisation und Planung der globalen, regionalen und nationalen Veranstaltungen zum Weltgesundheitstag. Auf globaler Ebene stellt die WHO den Weltgesundheitsbericht 2005 unter dem Titel "Make every Mother and Child count" vor und organisiert eine hochrangige Podiumsdiskussion in Verbindung mit dem Bericht. Auch in den vom Wiener UNO-Informationsdienst betreuten Ländern sind eine Reihe von Aktivitäten zum Weltgesundheitstag vorgesehen: Während das österreichische Ministerium für Gesundheit und Frauen seinen Frauengesundheitsbericht am 6. April im Pressezentrum Stubenring 1 vorstellt, organisieren Sloweniens Ministerium für Gesundheit und das Slowenische Institut für Gesundheitsschutz eine Pressekonferenz am 6. April und eine Podiumsdiskussion am 7. April 2005 unter dem WHO-Motto "Make every Mother and Child count". In Ungarn wurde eine Mal- und Schreibaktion für 10- bis 18-jährige Schüler zum Thema „Was für ein Vater/Was für eine Mutter ich einmal werden möchte“ ausgeschrieben, die auch gesundheitliche Aspekte intakter Familien und der Kindererziehung einschloss. In dieser Woche werden die 19 ungarischen Bezirke und Budapest verschiedene Veranstaltungen rund um den Weltgesundheitstag organisieren, wobei die Programme von medizinischen Vorträgen bis zu Beratungsstationen für Mütter mit Babies, Fitnesswettbewerbe, Mutter-Kind-Clubs und gesundheitliche Vorbeugemassnahmen reichen.

Der Generalsekretär  der Vereinten Nationen, Kofi Annan, erinnert in seiner Botschaft zum Weltgesundheitstag daran, dass es an der Zeit sei, aktiv zu werden. Es ist eine Gelegenheit, alle Partner aufzufordern -- Regierungen, internationale Spender, Zivilgesellschaft, die Privatwirtschaft , Presse, Familien und Einzelpersonen gleichermaßen -- nachhaltige Ressourcen für das Überleben, die Gesundheit und das Wohlbefinden von Müttern und Kindern zu mobilisieren und einzusetzen.

Dr. Lee Jong-wook, Generaldirektor der WHO, hebt hervor, dass der Weltgesundheitstag 2005 eine Hoffnung für alle Mütter und Kinder ist. Die Zukunft wird für uns alle schöِner und produktiver sein, wenn wir jetzt agieren und allen Müttern und Kindern die Wertschätzung zukommen lassen, die sie verdienen. Global anzuwendende Erkenntnisse haben den größten Einfluss und sollten die folgenden Grundgedanken der WHO einbeziehen: Zu viele Mütter und Kinder leiden jedes Jahr; gesunde Mütter und Kinder sind das wertvollste Kapital jeder Gesellschaft; mit unserem heutigen Wissen köِnnten Millionen Leben gerettet werden, aber dieses Wissen muß in Taten umgesetzt werden. Um einen Unterschied zu machen, müssen wir jetzt handeln, mahnt Lee.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO), eine spezialisierte Agentur der Vereinten Nationen, wurde am 7. April 1948 gegründet. Sie ist die orientierende und koordinierende Institution für die internationale Gesundheitsarbeit und hilft allen Vِölkern, das hِöchstmöِgliche Gesundheitsniveau zu erreichen. Die Weltgesundheitsorganisation, die ihre Gründung am 7. April 1948 mit dem Weltgesundheitstag feiert, wählt jedes Jahr ein aktuelles globales Gesundheitsthema aus, um das Interesse an der Löِsung einer bestimmten Gesundheitsaufgabe zu wecken.

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