Presseaussendungen

UNIS/SGSM/086
28. November 2008

UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon:

"Wir müssen noch viel mehr tun, um den Teufelskreis von Armut und Behinderung zu durchbrechen"

Erklärung zum Internationalen Tag der Menschen mit Behinderungen, 3. Dezember 2008

WIEN, 3. Dezember (UNO-Informationsdienst) - Dieser Internationale Tag der Menschen mit Behinderungen liegt nur eine Woche vor dem 60. Jahrestag der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte. Die Vereinten Nationen erinnern an beide unter dem Motto: "Würde und Gerechtigkeit für jeden von uns".

In diesem Jahr haben wir viel zu feiern. Das Inkrafttreten des Übereinkommens über die Rechte von Menschen mit Behinderungen im Mai war ein Meilenstein. Als die erste Konferenz der Vertragsstaaten im Oktober tagte, begannen die Teilnehmer unmittelbar zu überlegen, wie das Übereinkommen dazu beitragen kann, die Millenniums-Entwicklungsziele zu erreichen. Dieser Fortschritt wurde möglich dank der aktiven Teilnahme und Anleitung von Menschen mit Behinderungen, indem sichergestellt wurde, dass sie zu allen Aspekten unserer Arbeit Zugang haben und darin eingebunden werden.

Die Vereinten Nationen bleiben diesem Ansatz treu. Die Renovierungsarbeiten unseres Hauptquartiers durch den Sanierungsgesamtplan wird unsere Anlagen im Punkt Barrierefreiheit auf den neusten Stand bringen. Diese Fortschritte sind längst überfällig.

Die Generalversammlung hat betont, dass Menschen mit Behinderung in alle Prozesse eingebunden werden müssen, wenn die Millenniums-Entwicklungsziele erreicht werden sollen. Da 80 Prozent dieser Menschen - mehr als 400 Millionen - in armen Ländern leben, müssen wir noch viel mehr tun, um den Teufelskreis von Armut und Behinderung zu durchbrechen.

Das Motto der International Disability Alliance lautet: "Nichts über uns ohne uns." Ein Einwohner Swazilands mit Behinderung, der für die Umsetzung einer Behinderten-Regelung in seinem Land gekämpft hat, sagte: "Wir brauchen eine vollständige Integration, um das Übel der Stigmatisierung zu beseitigen."

In diesem Sinne fordere ich Regierungen und alle Beteiligten auf, sicherzustellen, dass Menschen mit Behinderungen und ihre Organisationen ein integraler Bestandteil aller Entwicklungsprozesse sind. Auf diese Art können wir Integration unterstützen und den Weg frei machen für eine bessere Zukunft aller Menschen in der Gesellschaft.

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