Presseaussendungen

UNIS/SGSM/099
17. März 2009

UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon:

"Zu viele Einzelpersonen, Gemeinschaften und Gesellschaften leiden unter Ungerechtigkeiten und den Stigmata, die Rassismus hervorruft"

Erklärung zum Internationalen Tag für die Beseitigung der Rassendiskriminierung, 21. März 2009

WIEN, 21. März (UNO-Informationsdienst) - An diesem Tag im Jahr 1960 wurden 69 friedliche Demonstranten im südafrikanischen Township Sharpville von der Polizei niedergeschossen, als sie auf friedfertige Weise gegen die Residenzpflichtgesetze der Apartheid protestierten. Viele andere - unter ihnen auch Frauen und Kinder - wurden verletzt. Eine Welle der Empörung ging um die Welt. Indem die Generalversammlung den 21. März zum Internationalen Tag für die Beseitigung der Rassendiskriminierung ausrief, wollte sie all jenen gedenken, die damals niedergemetzelt wurden, und den Rassismus verurteilen.

Seitdem war das Apartheidssystem in Südafrika bloßgestellt. Rassistische Gesetze und Praktiken wurden in vielen Ländern abgeschafft und wir haben - geleitet von dem Internationalen Übereinkommen zur Beseitigung der Rassendiskriminierung - einen internationalen Rahmen zur Rassismusbekämpfung geschaffen. Das Übereinkommen nähert sich nun universeller Ratifikation. Trotzdem leiden immer noch zu viele Einzelpersonen, Gemeinschaften und Gesellschaften in allen Weltregionen an Ungerechtigkeiten und den Stigmata, die Rassismus hervorruft.

In Genf werden sich im kommenden Monat Vertreter der Regierungen und der Zivilgesellschaft treffen, um Fortschritte seit der Weltkonferenz gegen Rassismus, Rassendiskriminierung, Fremdenfeindlichkeit und damit verbundene Intoleranz, die im Jahr 2001 in Durban stattgefunden hat, auszuwerten. Seit dieser Zeit wurde die Welt Zeuge eines beunruhigenden Anstieges von Berichten über Hass und Engstirnigkeit, teilweise in Verbindung mit Terrorismus und zunehmender Migration. Diese Konferenz bietet eine zeitnahe Möglichkeit, dass Länder Erfahrungen austauschen, bewährte Methoden identifizieren und ihr Engagement bekräftigen, den Kampf gegen den Rassismus aufzunehmen. Rassismus existiert in allen Ländern, und ich fordere dringend alle Nationen dazu auf, im Kampf gegen Rassismus zusammenzuarbeiten.

Der erste Artikel der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte bekräftigt, dass "alle Menschen frei geboren wurden und gleich an Würde und Rechten sind." Der Internationale Tag für die Beseitigung der Rassendiskriminierung erinnert uns an die gemeinsame Verantwortung, dieses Ideal zu fördern und zu schützen. Zusammen müssen wir unsere gemeinsamen Anstrengungen intensivieren, um Rassendiskriminierung und Fremdenfeindlichkeit ein Ende zu setzen, wo immer sie in Erscheinung treten.

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