Presseaussendungen

UNIS/SGSM/106
27. März 2009

UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon:

"Meine inständige Hoffnung ist es, dass die Welt eines Tages frei von den Bedrohungen sein wird, die von Landminen ausgehen"

Erklärung zum Internationalen Tag zur Aufklärung über die Minengefahr und zur Unterstützung bei Antiminenprogrammen, 4. April 2009

WIEN, 4. April 2009 (UNO-Informationsdienst) - Ich habe viele Länder besucht, die besonders von Landminen betroffen sind. Mir sind die Verwüstungen bekannt, die von diesen wahllos zuschlagenen Waffen ausgehen. Sie behindern den Wiederaufbau, richten Umweltschäden an und verursachen auch noch Jahrzehnte nach einem Konflikt schmerzhafte Verletzungen und den Tod. Es mag sein, dass die jeweiligen Umstände vom Irak bis Sudan, vom Libanon bis Simbabwe und von Afghanistan bis zur Demokratischen Republik Kongo unterschiedlich sind. Die Bedrohung für die Gliedmaßen und das Leben ist jedoch immer dieselbe.

Diese gefährlichen Umstände vor Augen riskieren Minenräumer bei der Entschärfung von Minen auf Feldern und Straßen ihr Leben. Während der letzten zwei Jahrzehnte erreichten die Vereinten Nationen mit Antiminenprogrammen mehr als 50 Territorien und Länder. Vor Kurzem waren die Minenspezialisten der Vereinten Nationen unter den ersten internationalen Kräften, die die humanitäre Arbeit in Gaza wiederaufgenommen haben. Dort stellen explosive Kamppfmittelrückstände eine erhebliche Bedrohung dar.

Neben dem Entschärfen der Waffen bedeuten Minenräumungen auch, eine sichere Umwelt für Zivilisten zu garantieren, lokale Kapazitäten zu entwickeln und die Würde von Überlebenden durch Arbeitsmöglichkeiten und andere Reintegrationsprogramme wiederherzustellen.

Minenräumung bedeutet auch die einschlägigen Rechtsinstrumente einzuhalten. Sie schließen das Übereinkommen zum Verbot von Antipersonenminen, das Protokoll V zu explosiven Kampfmittelrückständen und das kürzlich angenommene Übereinkommen über Streumunition ein. Die zweite Überprüfungskonferenz des Minenverbot-Übereinkommens, die in diesem Jahr im kolumbianischen Cartagena stattfinden wird, bietet die Möglichkeit, die Bereitschaft zum Vertrag und zur Antiminenpolitik überall auf der Welt zu erneuern.

Meine inständige Hoffnung ist es, dass die Welt eines Tages frei von den Bedrohungen sein wird, die von Landminen und explosiven Kampfmittelrückständen ausgehen. Es werden jedoch konzentrierte und gemeinsame Anstrengungen an allen Fronten nötig sein, um dieses Ziel zu erreichen. An diesem Internationalen Tag lassen Sie uns unsere Bereitschaft erneuern, diese lebensrettende Arbeit weiterzuführen.

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