Presseaussendungen

UNIS/SGSM/108
3. April 2009

Erklärung des UNO-Generalsekretärs
zum Ergebnis des Londoner Gipfels der Gruppe der 20 (G20)

WIEN, 3. April 2009 (UNO-Informationsdienst) - Ich kam zum Londoner Gipfel mit der klaren Botschaft, dass die wirtschaftliche Krise sich in eine Krise der menschlichen Entwicklung und Sicherheit in vielen Teilen der Welt wandelt - und dass Entwicklungsländer mindestens eine Billion US-Dollar Hilfsleistungen benötigen.

Ich bin erfreut, dass die Staats- und Regierungschefs der G20 sich zu einem Paket in Höhe von 1,1 Billionen US-Dollar verpflichtet haben. Allerdings wird es entscheidend sein, dass der Anteil, der an die armen Staaten geht, auch ankommt.

Die Staats- und Regierungschefs der G20 haben früher eingegangene Verpflichtungen zur Erhöhung der Hilfsleistungen und zur Unterstützung, dass die Länder die Millenniums-Entwicklungsziele erreichen, bekräftigt.

Dies bedeutet, dass sie mindestens 300 Milliarden US-Dollar an Hilfszahlungen während der kommenden zwei Jahre versprechen. Für die ärmsten Staaten wird dies von besonderer Bedeutung sein. Die Welt wird auf sie schauen.

Zusätzlich zur Verpflichtung von bedeutenden neuen Ressourcen für den Internationalen Währungsfonds (IWF) und die Weltbank baten die G20 die UNO, die Auswirkungen davon und zukünftiger Krisen auf die Armen und Verwundbaren zu überwachen, um das Handeln voranzutreiben.

Ich begrüße die Verpflichtung der G20, Protektionismus zu widerstehen und die Einhaltung zu überwachen.

Ich bin ebenso ermutigt, dass die G20 die äußerst verwickelten Zusammenhänge zwischen dem Angehen der Wirtschaftskrise, der Nahrungssicherheit und des Klimawandels erkannt haben.

In dieser Hinsicht haben die G20 versprochen, Ressourcen für den sozialen Schutz und Investitionen in langfristige Nahrungsmittelsicherheit verfügbar zu machen. Sie erklärten auch ihr Engagement, die Bedrohungen, die aus dem irreversiblen Klimawandel entstehen, anzugehen.

Wichtig ist auch ihre Zusicherung, eine Übereinkunft bei der UNO-Konferenz zum Klimawandel in Kopenhagen später im Jahr zu erzielen.

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