UNIS/SGSM/114
15. Mai 2009

UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon:

"Ich fordere politische Entscheidungsträger und Führungskräfte der Wirtschaft dazu auf, Mittel zu finden, um die virtuelle Welt für jeden sicher zu machen"

Erklärung zum Weltfernmeldetag und Welttag der Informationsgesellschaft, 17. Mai 2009

WIEN, 15. Mai 2009 (UNO-Informationsdienst) - Der Weltfernmeldetag und Welttag der Informationsgesellschaft begeht die Gründung der Internationalen Fernmeldeunion am 17. Mai 1865 und bringt ihre Rolle, die Welt miteinander zu verbinden, in Erinnerung.

Im Laufe der letzten zwei Jahrzehnte, hat sich das Internet in eine unvergleichliche globale Quelle verwandelt, die die Welt des Wissens und die Welt der Unterhaltung umfasst. Mit mittlerweile mehr als 600 Millionen Benutzern in Asien, 130 Millionen in Lateinamerika und der Karibik sowie 50 Millionen in Afrika, stellt das Internet ein immer weiter wachsendes Kommunikationsmittel dar. Es befindet sich am Drehpunkt unserer zunehmend miteinander verbundenen und vernetzten Gesellschaften, wodurch es die Weltwirtschaft vorantreibt, Gewerbe und Handel fördert und bessere medizinische Versorgung, Lebensmittelproduktion und Bildung unterstützt. Mit diesem gewaltigen Fortschritt erlangte der Schutz der grundlegenden Systeme und Infrastruktur des Internets vor Angriffen von Internetkriminellen große Bedeutung.

Das Motto des diesjährigen Tages lautet "Schutz der Kinder im Cyberspace". Kinder und junge Menschen gehören zu jenen, die das Internet und mobile Geräte am intensivsten nutzen. Während sie auf der Sucher nach Informationen und Unterhaltung sowie zum Aufbau sozialer Netzwerke durch das Internet surfen, sind die besonders gefährdet ausgebeutet zu werden. Ohne Sicherheitsmaßnahmen befinden sich ihre wertvollen Leben in einer bösartigen Umgebung von Internetkriminellen und Pädophilen, die auf der Suche nach leichten Opfern sind, in Gefahr.

Das Übereinkommen der Vereinten Nationen über die Rechte des Kindes anerkennt das Recht auf Bildung und Zugang zu Informationen sowie das Recht, sich in Spiele und Freizeitaktivitäten einzubringen. Das Übereinkommen sieht darüber hinaus den Schutz des Kindes gegen alle Arten der Ausbeutung und der Verleitung, in kriminelle Handlungen hineingezogen zu werden, vor. Es ist unsere Pflicht sicherzustellen, dass die Bedingungen des Übereinkommens rigoros angewandt werden, so dass Kinder ohne Gefahr auf das Internet und andere Onlinequellen zugreifen können, ohne befürchten zu müssen, Opfer skrupelloser Angreifer zu werden.

Die virtuelle Welt bietet aufregende Möglichkeiten, Kinder dabei zu unterstützen zu reifen und sich zu kreativen und leistungsfähigen Erwachsenen zu entwickeln. Wir müssen jedoch die Tücken im Auge behalten, die ihr Leben bedrohen. Ich fordere daher politische Entscheidungsträger und Führungskräfte der Wirtschaft dazu auf, Mittel zu finden, um die rasch entwickelnde virtuelle Welt für jeden sicher zu machen.

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