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UNIS/OUS/051
27. Oktober 2010

Suche nach bestem Gebirgsschutz

Hochrangige Veranstaltung am Rande der 10. Vertragsstaatenkonferenz des Übereinkommens über die Biologische Vielfalt in Japan

NAGOYA / Wien, 27. Oktober (UN Information Service) - Der Schutz empfindlicher Berggebiete wird bei einer hochrangigen Veranstaltung der "Mountain Partnership" im Rahmen der 10. Vertragsstaatenkonferenz über biologische Vielfalt (CBD COP10) in Nagoya, Japan (vom 18. bis 29. Oktober) diskutiert.

Unter den Teilnehmern befinden sich der Exekutivdirektor des Übereinkommens über die Biologische Vielfalt (CBD), Ahmed Djoghlaf, und der österreichische Minister für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft, Nikolaus Berlakovich, ebenso wie weitere hochrangige Vertreter aus der ganzen Welt. In seinem Beitrag thematisiert Minister Berlakovich den Bedarf an Umsetzung von Programmen zur Zusammenarbeit in Gebirgen (mountain-to-mountain cooperation programmes), um den Austausch an Informationen und Erfahrungen zwischen Bergregionen zu verbessern.

Gebirgslandschaften sind wesentlich für das Überleben des weltweiten Ökosystems. Aber Gebirgsregionen sind sehr empfindlich und leiden unter - jetzt mehr als je zuvor - einer Verschlechterung der Umweltsituation durch Erderosion, Erdrutsche, Verlust von Lebensraum, Arten und genetischer Vielfalt. Zudem sind diese Regionen besonders gefährdet durch akute Veränderungen wie globale Erwärmung. Regionale Zusammenarbeit der Gebirgsgebiete hat sich als der richtige Ansatz erwiesen, Berge als Speicher biologischer Vielfalt und gefährdeter Arten zu schützen.

Die Alpenkonvention und die Karpatenkonvention gemeinsam mit der Biodiversitätskonvention und weiteren Partnern vereint hochrangige Vertreter von Staaten, intergouvernmentalen Organisationen (IGOs) und anderen relevanten Institutionen und Bündnissen weltweit, um den besten Weg zum Schutz der Vielfalt der Umwelt in Bergregionen mit Betonung der Aktivitäten der unterschiedlichen Bergregionen der Welt zu finden. Die derzeitige Zusammenarbeit in den Alpen, den Karpaten, am Balkan, den Anden, im Himalaya, in Gebirgen Afrikas und weiteren Bergregionen kann eine Quelle der Inspiration für Zusammenarbeit zwischen Bergregionen im grösserem Umfang sein.

Beispiele sind unter anderem die Förderung von regionalen Berg-Abkommen, die dem Modell der Alpen- und Karpatenkonventionen folgen, die Zusammenarbeit zwischen Gebirgsregionen zum Aufbau einer "grünen" Infrastruktur, die Förderung von "grüner" Wirtschaft, die Verwendung weltraumgestützter Anwendungen oder die Unterstützung von Gebirgspartnerschaften zwischen verschiedenen Regionen weltweit.

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Rahmenkonvention zum Schutz und zur nachhaltigen Entwicklung der Karpaten: Die Konvention wurde 2003 von Tschechien, Ungarn, Polen, Rumänien, Serbien, Slowakei und Ukraine unterzeichnet und trat 2006 in Kraft. Das Protokoll über Biodiversität ist seit 2010 in Kraft. Das Interims-Sekretariat der Karpatenkonvention (ISCC) befindet sich in Österreich und wird von UNEP Wien unterstützt. Mehr Information gibt es unter: www.carpathianconvention.org or www.unep.at

Memorandum der Zusammenarbeit zwischen der Karpatenkonvention, der Alpenkonvention und der Biodiversitäts-Konvention (DBD): Unterzeichnet bei der 9. Vertragsstaatenkonferenz der Biodiversitäts-Konvention (CBD COP9) in Bonn. Neben gezielter Zusammenarbeit in den jeweiligen Regionen fordert das Memorandum die drei Sekretariate auf, in gemeinsamen Projekten Entwicklungsländer und sich im Wandel befindliche Volkswirtschaften bei der Umsetzung des Arbeitsprogrammes zu Biodiversität der Berggebiete zu unterstützen.

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Für weitere Information kontaktieren Sie:

Veronika Hopfgartner
UNEP Vienna - ISCC
Telefon: (+43-1) 26060-5620
Email: veronika.hopfgartner@unvienna.org