Presseaussendungen

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UNIS/SGSM/196
3. Juni 2010

UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon:

"Biodiversität ist in Gefahr"

Erklärung zum Tag der Umwelt, 5. Juni 2010

WIEN, 5. Juni (UNO-Informationsdienst) - Biodiversität, die Vielfalt des Lebens auf der Erde, ist in Gefahr. Schneller als jemals zuvor sterben Arten aus. Durch unser Handeln werden die Wasserressourcen verschmutzt und verschwendet, werden Lebensräume abgebaut sowie das globale Klima verändert. Von Fröschen zu Gorillas, von riesigen Pflanzen zu den kleinsten Insekten sind tausende von Arten in Gefahr.


Das Thema des diesjährigen Tages der Umwelt, "Viele Arten. Ein Planet. Eine Zukunft", unterstützt den Aufruf des Internationalen Jahres der Biodiversität eine solche massive Artenvernichtung zu stoppen und auf die entscheidende Bedeutung der Millionen Arten, die in den Böden, Wäldern, Ozeanen, Korallenriffen und Bergen unseres Planeten leben, aufmerksam zu machen. Von diesem komplizierten, empfindlichen Ökosystem und Leben hängen unsere Gesundheit, unser Wohlstand und eine nachhaltige Zukunft ab.


Ruanda ist Gastgeber für die weltweiten Feierlichkeiten zum Tag der Umwelt im Jahr 2010. Dieses kleine Land in der afrikanischen Große-Seen-Region wird immer mehr zum umweltbewussten Vorreiter. Als Heimat von 52 bedrohten Arten, einschließlich des äußerst seltenen Berggorillas, zeigt Ruanda wie Umweltbewusstsein und wirtschaftliches Wachstum eines Landes miteinander verbunden werden können. Trotz der vielen Herausforderungen, inklusive Armut und verbreiteter Landerosion, arbeitet das "Land der tausend Hügel" an der Wiederaufforstung, dem Einsatz erneuerbarer Energien, einer nachhaltigen Landwirtschaft und entwickelt eine grüne Vision für die Zukunft.


Dieses Jahr wird Kigali der Herzschlag eines globalen, multikulturellen und generationenübergreifenden Festes unseres Planeten, seiner Millionen Arten und den unendlichen Wegen, in welchen das Leben auf der Erde miteinander verbunden ist, sein. Am Tag der Umwelt rufe ich jeden - von Kigali bis Canberra, von Kuala Lumpur bis Quito - dazu auf, mit uns Alarm zu schlagen. Engagieren Sie sich, sprechen Sie darüber. Lernen und unterrichten Sie. Zeigen sie Verantwortung und helfen Sie aufzuräumen. Verbinden Sie sich wieder mit der Natur, unserer Lebenskraft. Zusammen können wir eine neue Vision für die Artenvielfalt entwickeln: Viele Arten. Ein Planet. Eine Zukunft.

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