Presseaussendungen

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UNIS/SGSM/266
20. Mai 2011

UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon:

"Wälder sind wichtig"

Erklärung zum Internationalen Tag für Biologische Vielfalt,
22. Mai 2011

WIEN, 22. Mai (UNO-Informationsdienst) - In diesem Jahr fällt der Internationale Tag für Biodiversität auf das Internationale Jahr der Wälder 2011, das von der Generalversammlung der Vereinten Nationen proklamiert wurde, um die internationale Gemeinschaft auf den Wert der Wälder und auf die extremen negativen sozialen, wirtschaftlichen und umwelttechnischen Folgen durch ihren Verlust aufmerksam zu machen.

Wälder sind wichtig. Wälder fangen Wasser auf und speichern es, sie festigen die Böden, sorgen für Biodiversität und leisten einen wichtigen Beitrag zur Regulierung des Klimas und der Treibhausgase, die den Klimawandel verursachen. Sie erwirtschaften Gewinne für das internationale Geschäft und bieten Erträge und Ressourcen für Hunderte von Millionen der ärmsten Menschen auf der Welt. Dennoch, trotz unserer Wertschätzung und unseres gewachsenen Verständnisses darüber, wie sehr wir von den Wäldern profitieren, verschwinden sie auf alarmierende Weise. Am diesjährigen Internationalen Tag für Biologische Vielfalt soll vor allem die Notwendigkeit dringenden Handelns hervorgehoben werden.

Im vergangenen Jahr stimmten die Regierungen auf dem Nagoya Biodiversity Gipfel in Aichi, Japan, einer neuen Strategie für Biodiversität zu. Die Aichi Ziele umfassen einen wesentlichen Rückgang der Schwundraten, der Zersetzung und der Fragmentierung aller natürlichen Lebensräume, auch der Wälder, bis 2020. Eines der wichtigen in Japan vereinbarten Instrumente ist das Nagoya Protokoll über den Zugang zu genetischen Ressourcen und die faire und gerechte Verteilung des Gewinns aus ihrer Nutzung. Wälder verfügen über einen enormen und nur kaum katalogisierten Vorrat an Biodiversität. Die frühzeitige Ratifizierung und Implementierung dieses Protokolls würde den Schutz der Wälder und die nachhaltige Nutzung von Biodiversität fördern. Dies wiederum würde zur Verminderung der Armut und zur nachhaltigen nationalen Entwicklung beitragen.

Wie die laufenden Verhandlungen über den Klimawandel zeigen, wächst das Bewusstsein, dass die Minderung der Entwaldung und der Walddegradation einen wichtigen Teil unserer Maßnahmen bilden, die auf die breite Bedrohung durch den Klimawandel, den Verlust an Biodiversität und die Landverödung folgen. Ich empfehle, mit allem Nachdruck den Schwerpunkt auf nachhaltige Entwicklung zu legen, die für die Wälder bedeutsam ist.

Nahezu zwei Jahrzehnte ist es her, dass Staats- und Regierungschefs die Waldgrundsatzerklärung von Rio verabschiedeten, mit der auch die Biodiversitätskonvention entstand. Im kommenden Jahr werden sich die Regierungen zur UNO-Konferenz über nachhaltige Entwicklung in Rio erneut zusammenfinden (Rio +20). Angesichts dieser wichtigen Konferenz bitte ich alle gesellschaftlichen Gruppen, an der Erhaltung und an der nachhaltigen Entwicklung sämtlicher Waldtypen zugunsten unserer gemeinsamen Zukunft festzuhalten

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