Presseaussendungen

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UNIS/SGSM/287
25. August 2011

UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon:

"Für eine Welt frei von Atomtests und Nuklearwaffen brauchen wir einen raschen Fortschritt"

Erklärung zum Internationalen Tag gegen Nuklearversuche,
29. August 2011

WIEN, 29. August (UNO-Informationsdienst) - Der diesjährige Internationale Tag gegen Nuklearversuche kennzeichnet den zwanzigsten Jahrestag der Schließung des Kernwaffentestgeländes von Semipalatinsk in Kasachstan. Während des Kalten Krieges ließen hunderte Nuklearversuche ein verheerendes Vermächtnis für die lokale Bevölkerung und ihre natürliche Umwelt zurück. Nach meinem Besuch am Schauplatz dieses dunklen Kapitels menschlicher Geschichte möchte ich meine Unterstützung für die Regierung und die Menschen von Kasachstan, die weiterhin mit den Auswirkungen fertig werden müssen, betonen.

Für eine Welt frei von Atomtests und Nuklearwaffen brauchen wir einen raschen Fortschritt. Die gegenwärtigen freiwilligen Moratorien für Nuklearwaffentests sind nützlich, sind aber kein Ersatz für ein weltweites Verbot. Deshalb muss der Vertrag über das umfassende Verbot von Nuklearversuchen so früh wie möglich in Kraft treten. Er ist ein wesentliches Element des internationalen Abrüstungs- und Nichtverbreitungsregimes und bedarf der aktiven Unterstützung aller Staaten.

Bei der Konferenz zur Überprüfung des Vertrags über die Nichtverbreitung von Kernwaffen im Jahr 2000 wurde die große Bedeutung des Inkrafttretens des Vertrages bekräftigt und in den Aktionsplan inkludiert. Das Verifikationsregime des Vertrages hat sich als wertvolles Instrument für eine internationale Zusammenarbeit herausgestellt. Ich bin überzeugt, dass dies ein unabhängiges, verlässliches und kostengünstiges Mittel zur Verifizierung -- und deshalb auch Abschreckung -- gegen jeglichen zukünftigen Verstoß gegen die Vertragsregeln sein wird.

Aus diesen Gründen rufe ich alle Staaten, die den Vertrag noch nicht unterschrieben oder ratifiziert haben, auf, dies als Priorität zu betrachten. Die Erreichung dieses Zieles würde die zunehmende Bewegung in Richtung einer nuklearwaffenfreien Welt stärken. Jeden Tag sehen mehr und mehr Menschen Nuklearversuche und Atomwaffen als ein gefährliches Relikt aus dem Kalten Krieg, deren Verbannung längst überfällig ist. An diesem Internationalen Tag gegen Nuklearversuche appelliere ich an alle Staaten, einen großen Schritt vorwärts in Richtung einer sichereren und vernünftigeren Welt für uns alle zu machen.

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