Presseaussendungen

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UNIS/SGSM/1177
7. Oktober 2021

Der Generalsekretär

Botschaft zum Welttag für psychische Gesundheit 2021

10. Oktober 2021

Auf der ganzen Welt hat die COVID-19-Pandemie erschreckende Auswirkungen auf die psychische Gesundheit der Menschen.

Millionen Menschen trauern um verstorbene Familienangehörige und Freunde. Viele weitere haben Angst vor Arbeitslosigkeit und fürchten um ihre Zukunft. Ältere Menschen leiden womöglich unter Isolation und Einsamkeit, während Kinder und Jugendliche sich etwa entfremdet und bedrückt fühlen.

Wenn nicht entschlossen gehandelt wird, können die psychischen Folgen der Pandemie weitaus länger andauern als die Pandemie selbst.

Wir müssen handeln, um die eklatanten Ungleichheiten zu beheben, die die Pandemie aufgezeigt hat. Dazu zählt auch die Ungleichheit beim Zugang zur psychischen Gesundheitsversorgung.

In Hocheinkommensländern geben mehr als 75 Prozent der an Depression leidenden Menschen an, keine angemessene Versorgung zu erhalten.

In Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen werden über 75 Prozent der Menschen mit psychischen Erkrankungen überhaupt nicht behandelt.

Das ist die unmittelbare Folge eines chronischen Investitionsmangels – im Schnitt geben Regierungen nur etwas mehr als 2 Prozent ihres Gesundheitshaushalts für psychische Gesundheit aus.

Dieser Zustand ist untragbar.

Endlich setzt sich allmählich die Erkenntnis durch, dass es keine Gesundheit ohne psychische Gesundheit geben kann.

Die Mitgliedstaaten haben sich dem aktualisierten Umfassenden Aktionsplan für psychische Gesundheit der Weltgesundheitsorganisation angeschlossen.

Gemeinsam mit seinen Partnern aus der weltweiten Fachgemeinde im Bereich der psychischen Gesundheit führt das System der Vereinten Nationen neue Leitlinien ein und entwickelt neue Instrumente zur Verbesserung der psychischen Gesundheit.

Das sind positive Schritte, aber wir haben noch einen langen Weg vor uns.

Am Welttag für psychische Gesundheit wie an jedem anderen Tag sollten wir gemeinsam dringlich und zielstrebig darauf hinarbeiten, eine hochwertige psychische Gesundheitsversorgung für alle Menschen und an jedem Ort zu gewährleisten.

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