Mahatma Ghandi - eine Inspiration für die Welt: Ciné-ONU Wien Filmvorführung zum Internationalen Tag der Gewaltlosigkeit

Mahatma Ghandi ist für seine Praxis des gewaltlosen Widerstands bei der Bekämpfung von Ungerechtigkeit international angesehen. Der Film „Ahimsa - Gandhi: The Power of the Powerless” von Filmregisseur und Emmy-Award Nominierten Ramesh Sharma zeigt, welche Auswirkung Gandhi‘s Philosophie über die ganze Welt hatte und wie diese andere wie Nelson Mandela und Martin Luther King Jr. zum gewaltlosen Kampf gegen Unterdrückung inspirierte.

WIEN, 2. Oktober 2023 – Die Filmreihe Ciné-ONU Wien wurde im Oktober mit der Filmvorführung des preisgekrönten Dokumentarfilms „Ahimsa - Gandhi: The Power of the Powerless” dem Internationalen Tag der Gewaltlosigkeit gewidmet. Der Film zeigt wie Gandhi‘s Vorstellung von Gewaltlosigkeit die Bürgerrechtsbewegung in den USA, den Kampf gegen die Apartheid in Südafrika, und die Samtene Revolution in der Tschechischen Republik und viele mehr beeinflusste.

Während der nachfolgenden Diskussion, die von Martin Nesirky, Direktor des Informationsdienstes der Vereinten Nationen (UNIS) in Wien moderiert wurde, sprachen Expertinnen und Experten über Gandhi‘s Einfluss im 20. Jahrhundert. Sie waren alle der Meinung, dass dieser in der jetzigen Zeit weiterhin relevant sei und auch wieder vermittelt werden müsse, um Frieden zu schaffen und Veränderung zu initiieren.

 

Der Direktor des Austrian Centre for Peace, Moritz Ehrmann, hob hervor, dass die Zahl der Toten in gewaltsamen Konflikten heute am höchsten seit dem Ruanda Völkermord im Jahr 1994 sei. Er sagte, dass man Disziplin und Geduld benötige, wenn man Gewalt mit friedlichen Mittel bekämpfen möchte. Die Exekutiv-Produzentin des Films, Simran Bedi, betonte, dass Gandhi‘s Ideen von Liebe und Mitgefühl der Schüssel seien, um Frieden in der Welt zu erreichen. Die Leiterin des Büros der Vereinten Nationen für Abrüstungsfragen (UNODA) in Wien, Rebecca Jovin, erklärte, dass deren Arbeit mit Gandhi‘s Philosophie übereinstimme: „Das höchste Ziele der Vereinten Nationen ist die Eliminierung von Atomwaffen. Es geht um Verzeihung und die Förderung des Dialogs und das ist wichtig für unsere Arbeit”.

Der indische Rundfunksprecher und Journalist, Ashis Ray, sprach über die Wichtigkeit der Medien, um die Demokratie zu erhalten und Harmonie in schwierigen Zeiten zu etablieren. Er glaubt, dass die sozialen Medien nicht zensiert gehören, aber man bräuchte mehr verantwortungsvolle Rahmenbedingungen, um die negativen Auswirkungen, welche zum ansteigenden Hass beisteuern, zu vermindern.

Das Publikum äußerte den Wunsch, dass der Film nochmal in Wien gezeigt werden solle, auch an Schulen und Universitäten. Simran Bedi stimmte zu und meinte, dass mehr junge Menschen den Film sehen sollten, damit sie über Gandhi‘s Ideen und Einfluss in der ganzen Welt lernen. Bedi sagte: „Diese Dinge verändern nicht die Welt, aber sie beeinflussen definitiv Menschen zur Gewaltlosigkeit.”

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Das Event wurde von UNIS in Kooperation mit der Ständigen Vertretung Indiens bei den Vereinten Nationen and anderen internationalen Organisationen in Wien organisiert, um den Tag der Gewaltlosigkeit am 2. Oktober, Gandhi‘s Geburtstag, und 75 Jahre Allgemeine Erklärung der Menschenrechte zu feiern.

Vorher wurde der Film auch im Vienna International Centre, der Wiener UNO-City, gezeigt, mit Eröffnungsworten des Ständigen Vertreters Indiens bei den Vereinten Nationen in Wien, Botschafter Jaideep Mazumdar, und gefolgt von einer Fragerunde mit Simran Bedi und Ashis Ray. Ghada Waly, Generaldirektorin des Büros der Vereinten Nationen in Wien (UNOV) und Exekutiv-Direktorin des Büros der Vereinten Nationen für Drogen und Verbrechensbekämpfung (UNODC), nahm an der Filmvorführung teil, gemeinsam mit UNO-Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie Repräsentantinnen und Repräsentanten von anderen Ständigen Vertretungen und der indischen Community in Wien.

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