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UNIS/SGSM/316
25. Januar 2012

UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon:

"Wir werden nie erfahren, was diese Kinder der Welt hätten geben können"

Erklärung zum Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust,
27. Januar 2012

WIEN, 27. Januar (UNO-Informationsdienst) - Eineinhalb Millionen jüdische Kinder wurden im Holocaust umgebracht - Opfer der Verfolgung durch die Nationalsozialisten und ihren Unterstützern.

Zehntausende weitere Kinder wurden ebenso umgebracht. Unter ihnen waren Behinderte, genau so wie Roma und Sinti.

Sie alle waren Opfer der hasserfüllten Ideologie, die sie als "minderwertig" bezeichnete.

Dieser Internationale Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocausts ist den Kindern gewidmet - Mädchen und Jungen, die den reinen Terror und das Böse erleben mussten.

Viele wurden im Krieg zu Waisen oder von ihren Familien getrennt.

Viele verhungerten, starben an Krankheiten oder durch die Hände ihrer Mörder.

Wir werden nie erfahren, was diese Kinder der Welt hätten geben können.

Und unter den Überlebenden waren viele zu traumatisiert, um über das Erlebte zu berichten.

Heute versuchen wir, ihre Stimmen hörbar zu machen.

Deshalb vermitteln die Vereinten Nationen weiter die universellen Lektionen des Holocausts.

Deshalb wollen wir weiter die Rechte und Forderungen der Kinder voranbringen - jeden Tag und überall.

Deshalb werden wir auch weiter von den Beispielen der großen Förderer der Humanität inspiriert, etwa durch Raoul Wallenberg, dessen 100. Geburtstag sich 2012 jährt.

Während wir all derjenigen gedenken, die während des Holocaust verloren gingen - Junge und Alte gleichermaßen - rufe ich alle Nationen auf, das Wertvollste zu schützen - unabhängig von Rasse, Hautfarbe, Geschlecht oder Religion.

Kinder sind durch schlechte Taten besonders verletzbar.

Wir müssen ihnen das beste zeigen, das diese Welt zu bieten hat.

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