Presseaussendungen

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UNIS/SGSM/390
23. November 2012

UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon

Botschaft zum Internationalen Tag für die Beseitigung der Gewalt gegen Frauen

25. November 2012

WIEN, 25. November (UNO-Informationsdienst) - Millionen von Frauen und Mädchen auf der ganzen Welt werden angegriffen, geschlagen, vergewaltigt, verstümmelt oder sogar getötet, alles schwere Vergehen ihre Menschenrechte. Im Krieg, zu Hause, auf den Straßen, am Arbeitsplatz oder in ihrer Gemeinschaft erleiden bis zu 70 Prozent der Frauen irgendwann in ihrem Leben physische oder sexuelle Gewalt. Ein Viertel aller schwangeren Frauen sind davon betroffen.

Viel zu oft kommen die Täter ungestraft davon. Frauen und Mädchen haben aufgrund einer Kultur der Straffreiheit Angst, sich zu äußern. Wir müssen dieses Angstgefühl und die Schande, denen diese Verbrechensopfer ausgesetzt sind, und die damit verbundene Stigmatisierung bekämpfen. Die Täter sollten sich schämen, nicht die Opfer.

Meine UNiTE to End Violence against Women (Vereint um die Gewalt gegen Frauen zu beenden)-Kampagne involviert Regierungen, internationale Organisationen, zivilgesellschaftliche Gruppen, die Medien und Bürger. Letztes Jahr, als UNiTE junge Menschen auf der ganzen Welt fragte, wie sie helfen werden, diese kritische Belastung anzugehen, ermutigten mich ihre Antworten. Viele von ihnen verlangten nach einem Ende der Ignoranz. Sie meinten, wir sollten diese negative Haltung nicht dulden. Sie verlangten, dass wir unsere Stimmen erheben und die Menschenrechte fördern und uns mit jenen zusammenschließen, die den Opfern helfen. Ein junger Mann sagte, dass Burschen die Gewalt gegen Frauen bekämpfen können, "in dem sie zu verantwortungsbewußten und respektvollen Vätern und Ehemännern heranwachsen".

Die Vereinten Nationen arbeiten auf all diesen Fronten. Durch unsere Öffentlichkeitsarbeit tragen wir zur Bewußtseinsbildung bei. Unser UN Trust Fund to End Violence against Women (UNO-Fonds zur Beendigung der Gewalt gegen Frauen) hat diesen Monat angekündigt, 8 Millionen US-Dollar für lokale Initiativen in 18 Ländern bereitzustellen. Mitglieder meines wachsenden Netzwerkes männlicher Führungskräfte stärken das öffentliche Bewußtsein für Gewalt, setzen sich für bessere Gesetze ein und fordern Rechenschaftspflicht von Regierungen.

In Fortsetzung dieser Bemühungen müssen wir die Kultur der Diskriminierung, die weiterhin Gewalt erlaubt, grundlegend ändern. An diesem Internationalen Tag appelliere ich an alle Regierungen, ihre Versprechen, alle Formen der Gewalt gegen Frauen und Mädchen in allen Teilen der Welt zu beenden, einzulösen und rufe alle Menschen dazu auf, dieses wichtige Ziel zu unterstützen.

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