Presseaussendungen

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UNIS/SGSM/709
25. Januar 2016

UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon:

Erklärung zum Internationalen Tag des Gedenkens an
die Opfer des Holocaust

27. Januar 2016

WIEN, 27. Januar (UNO-Informationsdienst) - Während des Zweiten Weltkrieges wurden sechs Millionen Juden systematisch zusammengetrieben und vernichtet. Die Nazis töteten auch Sinti und Roma, politische Gefangene, Homosexuelle, Menschen mit Behinderungen, Zeugen Jehovas und sowjetische Kriegsgefangene.

Der Holocaust war ein ungeheures Verbrechen. Niemand kann den Beweis leugnen, dass dies passierte. Jedes Jahr gedenken wir der Opfer und ehren den Mut der Überlebenden und jener, die ihnen halfen und sie befreiten und wir erneuern unsere Entschlossenheit, solche Gräueltaten künftig zu verhindern und diese hasserfüllte Mentalität zurückzuweisen, die solches erlaubt.

Die Vereinten Nationen wurden aus dem Schatten des Holocaust und den Grausamkeiten des Zweiten Weltkrieges gegründet, um den Glauben an die Würde und den Wert jeder Person zu bekräftigen und die Rechte aller gleichberechtigt und frei von Diskriminierung zu leben.

Diese Prinzipien haben auch heute noch eine wesentliche Bedeutung. Menschen weltweit - einschließlich jener Millionen, die vor Krieg, Verfolgung und Not fliehen - leiden weiterhin an Diskriminierung und Angriffen. Wir haben die Pflicht, uns an die Vergangenheit zu erinnern, und jenen zu helfen, die uns jetzt brauchen.  

Seit mehr als einem Jahrzehnt unterrichtet das Holocaust und Outreach Programme der Vereinten Nationen junge Menschen über den Holocaust. Viele Partner - einschließlich der Holocaust-Überlebenden - tragen weiterhin zu dieser wichtigen Arbeit bei.

Die Erinnerung an den Holocaust ist eine eindringliche Mahnung daran, was passieren kann, wenn wir aufhören, unsere gemeinsame Menschheit zu sehen. An diesem Tag der Holocaust-Erinnerung bitte ich jeden Einzelnen, politische und religiöse Ideologien zu verurteilen und Menschen nicht gegeneinander auszuspielen. Wir wollen uns alle gegen Antisemitismus und Angriffe auf religiöse, ethnische und andere Gruppen aussprechen. Wir wollen eine Welt schaffen, wo Würde respektiert und Vielfalt gewürdigt werden und wo Friede dauerhaft ist.

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