Presseaussendungen

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UNIS/SGSM/1005
9. April 2020

Erklärung des Generalsekretärs zu COVID-19

New York, 8. April 2020

Die COVID-19-Pandemie ist eine der gefährlichsten Herausforderungen, mit denen die Welt zu unseren Lebzeiten konfrontiert wurde. Es handelt sich vor allem um eine menschliche Krise mit schweren gesundheitlichen und sozioökonomischen Folgen. 

Die Weltgesundheitsorganisation steht mit Tausenden von Mitarbeitern an vorderster Front und unterstützt die Mitgliedstaaten und ihre Bevölkerung, insbesondere die schwächsten unter ihnen, mit Beratung, Ausbildung, Ausrüstung und konkreten lebensrettenden Maßnahmen im Kampf gegen das Virus.  

Ich habe den Mut und die Entschlossenheit der WHO-Mitarbeiter aus erster Hand erlebt, als ich im vergangenen Jahr die Demokratische Republik Kongo besuchte, wo WHO-Mitarbeiter unter prekären Bedingungen und an sehr gefährlichen entlegenen Orten im Kampf gegen das tödliche Ebola-Virus arbeiten. Es ist ein bemerkenswerter Erfolg für die WHO, dass seit Monaten keine neuen Fälle von Ebola registriert wurden. 

Ich bin der Überzeugung, dass die Weltgesundheitsorganisation unterstützt werden muss, da sie für die Bemühungen der Welt, den Krieg gegen COVID-19 zu gewinnen, absolut unerlässlich ist.  

Dieses Virus ist Zeit unseres Lebens von einmaliger Art und erfordert eine noch nie dagewesene Reaktion. Unter solchen Bedingungen ist es natürlich möglich, dass ein und derselbe Sachverhalt von verschiedenen Instanzen unterschiedlich interpretiert wird. Wenn wir endlich ein neues Kapitel zu dieser Epidemie aufgeschlagen haben, muss es eine Zeit des Rückblicks geben, um zu verstehen, wie eine solche Krankheit entstanden ist und ihre Verwüstung so schnell über den ganzen Globus verbreitet hat und wie alle Betroffenen auf die Krise reagiert haben. Die daraus gezogenen Erkenntnisse werden von wesentlicher Bedeutung sein, um ähnliche Herausforderungen, wie sie in der Zukunft auftreten können, wirksam anzugehen. 

Aber jetzt ist nicht die Zeit dafür. Jetzt ist die Zeit der Einheit, der solidarischen Zusammenarbeit der internationalen Gemeinschaft, um dieses Virus und seine erschütternden Folgen zu stoppen.

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