Ciné-ONU Vienna Filmvorführung: „Nuclear Armageddon: How close are we?”

Anlässlich des Internationalen Tages für Abrüstung und der Förderung des Bewusstseins für Nichtverbreitung, zeigte die März-Ausgabe von Ciné-ONUVienna die BBC-Produktion „Nuclear Armageddon: How close are we?“ in Kooperation mit dem Büro der Vereinten Nationen für Abrüstungsfragen (UNODA) in Wien.  In dieser Dokumentation stellt die britische Journalistin Jane Corbin die Gefahren einer nuklearen Eskalation in den Mittelpunkt und spricht mit zahlreichen Fachleuten sowie Aktivistinnen und Aktivisten.

WIEN, 25. März 2024 - „Nuclear Armageddon: How close are we?“ ist eine BBC-Dokumentation, die ein Thema in den Vordergrund bringt, welches uns alle betrifft – die Gefahr einer nuklearen Eskalation. Mit einer Reise nach Los Alamos in New Mexico beginnend, wo die erste nukleare Explosion stattfand, umschreibt Corbin die nuklearen Spannungen der letzten 80 Jahre. Der Film zeigt, wie viele der globalen Abmachungen und Schutzmaßnahmen der letzten Jahre, die die Verbreitung nuklearer Waffen seit den 1970er Jahren beschränkt, derzeit gefährdet sind und beleuchtet auch die neue Situation seit der russischen Invasion der Ukraine. Im Film kommen Expertinnen und Experten zur selben Schlussfolgerung: die Welt ist in einem sehr kritischen Zustand.

Nach der Filmvorführung fand eine bereichernde Diskussion statt, die Themen wie die Verbreitungsrisiken, die Rolle der Zivilgesellschaft im Laufe der Jahre und die Rolle der Vereinten Nationen in Abrüstungsangelegenheiten behandelte.

 

Alexander Kmentt, Direktor für Abrüstung, Rüstungskontrolle und Non-Profileration im österreichischen Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten, sprach über die Dringlichkeit der Abrüstung: „Die Bedrohung betrifft nicht nur die Länder, die diese Waffen gegeneinander einsetzen, sondern sie bedrohen die Zerstörung des gesamten Planeten und des Lebens auf dieser Erde.“

In ähnlicher Weise betonte Rebecca Jovin, Leiterin des Büros der Vereinten Nationen für Abrüstungsfragen (UNODA) Wien, dass Abrüstung in der DNA der Vereinten Nationen verankert sei und dass „nukleare Waffen neben dem Klimawandel die einzige existenzielle Bedrohung für die Menschheit darstellen.“

In einem anderen Zusammenhang brachte Stephanie Fenkart, Direktorin des Internationalen Instituts für Frieden (IIP), die Rolle der Zivilgesellschaft zur Sprache, indem sie erwähnte, dass Frauen von Anfang an Teil dieses Themas waren und zu erfolgreichen Ergebnissen beigetragen haben. Elena Sokova, Exekutiv-Direktorin des Vienna Center for Disarmament and Non-Proliferation (VCDNP), forderte mehr Diskussionen wie jener bei der Ciné-ONU-Veranstaltung, um die Öffentlichkeit über die Risiken von Atomwaffen zu informieren.

Photo: BBC Current Affairs