Presseaussendungen

UNIS/SGSM/147
15. Oktober 2009

UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon:

"Wir teilen uns nur einen Planeten, eine Heimat"

Erklärung zum Tag der Vereinten Nationen, 24. Oktober 2009

Wien, 24. Oktober (UNO-Informationsdienst) - Am Tag der Vereinten Nationen und an jedem anderen Tag des Jahres sind die Vereinten Nationen im Einsatz - für den Planeten, für Arbeitsplätze und für "Wir, die Völker".

Wir stellen mehr humanitäre Hilfe zur Verfügung als sonst jemand - und das in den entlegensten Gebieten. Wir impfen mehr als 40 Prozent aller Kinder weltweit. Wir versorgen mehr als 100 Millionen Menschen mit Nahrungsmitteln und unterstützen mehr als 30 Millionen Flüchtlinge, die meisten davon Frauen und Kinder auf der Flucht vor Krieg oder Verfolgung. Wir haben mehr Friedenssicherungskräfte im Einsatz als jemals zuvor - mehr als 115.000 Frauen und Männer. Alleine im letzten Jahr leisteten wir Wahlhilfe in fast 50 Ländern. Das gesamte UNO-System ist mobilisiert, den weltweiten wirtschaftlichen Turbulenzen und sozialen Unruhen, die sie bedrohen, entgegen zu treten.

Die Menschen blicken auf die Vereinten Nationen für den Sieg über Armut und Hunger, die Erhaltung des Friedens, die Verbesserung des Bildungsstandes und den Eintritt für die Menschenrechte in jedem Teil der Welt. Sie blicken auf uns, um die Verbreitung tödlicher Waffen und Krankheiten zu stoppen und um Menschen und Familien zu schützen, die Opfer von Katastrophen wurden. Im Dezember werden Menschen weltweit darauf schauen, dass die Vereinten Nationen ein umfassendes, gerechtes und ehrgeiziges Abkommen zum Klimawandel abschliessen, das uns alle schützt und den Weg zu einer grüneren und nachhaltigen Wirtschaft sichern soll.

Dies ist ein einzigartiger Moment in der Weltgeschichte. Mehrfache Krisen - Nahrungsmittel, Erdöl, Finanzen und Grippe - kommen alle auf einen Schlag. Der Klimawandel wird jeden Tag bedrohlicher. Jede zeigt die Wahrheit des 21. Jahrhunderts: Wir teilen uns nur einen Planeten, eine Heimat. Als Menschen, als Nationen, als eine Spezies - wir alle sitzen im gleichen Boot.

Die Vereinten Nationen leisten ihr Äußerstes, um darauf zu reagieren - große Fragen anzugehen und auf das Gesamtbild zu schauen. Wir schmieden einen neuen Multilateralismus, der wichtige Ergebnisse für alle Menschen erbringen kann, besonders für jene in Not. Aber ich bin mir auch des langen Weges, den wir zu gehen haben, und der Kluft zwischen Verpflichtung und Handeln, schmerzhaft bewusst.

Lasst Sie uns an diesem Tag der Vereinten Nationen gemeinsam beschließen, unsere Anstrengungen im Namen der Verletzlichen, der Machtlosen und Schutzlosen zu verdoppeln. Lassen Sie uns mehr als jemals zuvor zusammenhalten, vereint in den Vorsätzen und vereint zum Handeln, um die Welt zu einem sichereren, besseren Ort zu machen.

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