Presseaussendungen

UNIS/SGSM/020
19. September 2007

UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon:

"Frieden sollte auch eine Leidenschaft sein"

Erklärung zum Internationalen Friedenstag, 21. September 2007

WIEN, 19. September 2007 (UNO-Informationsdienst) -- Frieden ist eines der kostbarsten menschlichen Bedürfnisse. Er ist auch die höchste Berufung der Vereinten Nationen.

Frieden bestimmt unseren Auftrag und unseren Diskurs. Ebenso vereint er unsere weltweiten Bemühungen, von Friedenssicherung und präventiver Diplomatie bis hin zur Förderung der Menschenrechte und der Entwicklung.

Diese Friedensarbeit ist entscheidend, aber nicht einfach. Tatsächlich bleibt Frieden in zahlreichen Gemeinwesen auf der ganzen Welt ein schwer erreichbares Ziel. Von den Flüchtlingslagern im Tschad und in Dafur bis zu den Seitenstraßen Bagdads, ist die Suche nach Frieden stets mit Rückschlägen und Leid verbunden.

Der 21. September, der Internationale Friedenstag, ist eine Gelegenheit, um unsere Bemühungen zur Förderung von Frieden und Wohlergehen aller Menschen allerorts Bilanz zu ziehen.

Der Tag bietet die Möglichkeit, das Erreichte zu würdigen, und uns den zahlreichen Dingen, die noch getan werden müssen, zu widmen.

Er sollte ebenso ein Tag einer weltweiten Waffenruhe sein - eine vierundzwanzigstündige Ruhepause von der Angst und Unsicherheit, die so viele Orte plagt.

Ich rufe heute alle Länder und alle Kämpfer auf, die Einstellung der Kampfhandlungen zu akzeptieren. Und ich fordere die Menschen allerorts auf, um 12 Uhr mittags ihrer Ortszeit eine Schweigeminute zu halten.

Wenn die Waffen verstummen, sollten wir die Möglichkeit nützen, über den Preis, den wir alle für Komflikte zahlen, nachzudenken. Auch sollten wir beschließen, Wege energisch einzuschlagen, die diese eintägige Pause immerwährend machen.

Lassen Sie uns an diesem Internationalen Friedenstag versprechen, Frieden nicht nur zu einer Priorität, sondern auch zu einer Leidenschaft zu machen. Lassen Sie uns dazu verpflichten, mehr zu tun, an welchen Ort auch immer wir sind und unabhängig davon welche Mittel uns zur Verfügung stehen, um jeden Tag zu einen Tag des Friedens werden zu lassen.

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