Presseaussendungen

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UNIS/SGSM/210
23. August 2010

UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon:

"Wir müssen unseren Teil dazu beitragen, die Welt heute sicherer zu machen"

Erklärung zum Internationalen Tag gegen Nuklearversuche,
29. August 2010

WIEN, 29. August (UNO-Informationsdienst) - Dieser Tag kennzeichnet die Begehung des ersten Internationalen Tages gegen Nuklearversuche, der 2009 von der Regierung Kasachstans bei der 64. Tagung der UNO-Generalversammlung vorgeschlagen wurde. Die Tatsache, dass der Vorschlag einstimmige Unterstützung erhielt, spiegelt die tiefe Besorgnis der internationalen Gemeinschaft über die Gefahr solcher Tests wider.

Es war am 29. August 1991, als der Präsident von Kasachstan das Testgelände in Semipalatinsk schloss, auf dem während des Kalten Krieges 456 Nuklearversuche durchgeführt wurden, die die Landschaft zerstörten und bei der Bevölkerung dauerhafte Auswirkungen hinterließen. Ich konnte mich von diesem toxischen Vermächtnis aus ersten Hand überzeugen, als ich Semipalatinsk zu einem früheren Zeitpunkt dieses Jahres besuchte.

Heute, nachdem Kasachstan Kernwaffen verbannt und sich an der Schaffung einer kernwaffenfreien Zone in Zentralasien beteiligt hat, wurde Semipalatinsk zu einem starken Symbol der Hoffnung. Es sagt uns, dass eine kernwaffenfreie Welt erzielbar sei.

Es kommt Bewegung in diese wichtige Sache. In diesem Jahr bekräftigte der erfolgreiche Abschluss der Konferenz zum Vertrag über die Nichtweiterverbreitung von Kernwaffen die nukleare Abrüstung und Nichtweiterverbreitung. Die mutigen Initiativen der Führenden der Welt und der Zivilgesellschaft zeigen einen Weg zu einer veränderten Politik und verringerten Nuklearwaffenlagern.

Indem wir den ersten Internationalen Tag gegen Nuklearversuche begehen, sehe ich der Zusammenarbeit mit allen Partnern in einer wachsenden globalen Bewegung entgegen, die Welt von der nuklearen Bedrohung zu befreien. Ein zentraler Pfeiler dieser Strategie ist der Vertrag über das umfassende Verbot von Nuklearversuchen (CTBT). Zwingende Forschung und Entwicklung der Kernwaffen sind ein potenzielles mächtiges Instrument bei der Stärkung der globalen Abrüstung und Nichtweiterverbreitung.

Der Vertag über das umfassende Verbot von Nuklearversuchen wurde 1996 angenommen, muss allerdings noch in Kraft treten. Ich habe einen Zeitplan zur Erreichung dieses Ziel bis 2012 gefordert. Bis zum Inkrafttreten des Vertrages rufe ich alle Staaten auf, ein Moratorium für alle Nuklearexplosionen umzusetzen.

Wir dürfen diese Herausforderungen nicht an nachfolgende Generationen weitergeben. Jeder von uns muss seinen Teil dazu beitragen, die Welt heute sicherer zu machen.

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