Presseaussendungen

Zur Information - kein offizielles Dokument

UNIS/SGSM/303
18. November 2011

UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon:

"Verkehrsunfälle sind die häufigste Todesursache bei Menschen im Alter von 15 bis 29 Jahren"

Botschaft zum Weltgedenktag für die Straßenverkehrsopfer,
20. November 2011

WIEN, 20. November (UNO-Informationsdienst) - Jeden Tag sterben beinahe 3.500 Menschen auf den Straßen. Zehntausende werden verletzt. Familien brechen auseinander. Die Zunkuft junger Menschen wird zerstört. Straßenverkehrsunfälle sind die häufigste Todesursache bei Menschen im Alter von 15 bis 29 Jahren. Dies ist ein inakzeptabler Preis, den wir für die Mobilität zahlen müssen.

Die im Mai gestartete Aktionsdekade für Straßenverkehrssicherheit 2011-2020 hat zum Ziel, fünf Millionen Menschenleben zu retten. Ein globaler Plan für die Dekade bietet für Regierungen, die Zivilgesellschaft und den Privatsektor Rahmenbedingungen für eine Zusammenarbeit im Zuge der Verbesserung des Verkehrsmanagements; für eine Verbesserung der Straßen- und Fahrzeugsicherheit, sowie zur Verkehrserziehung für Autofahrer, Beifahrer und Fußgänger über sicheres Verhalten im Straßenverkehr.

Der Plan konzentriert sich auf die großen Gefahren, einschließlich der Geschwindigkeit, Alkohol am Steuer, Unaufmerksamkeit während des Handy-Gebrauchs, und die Nichtverwendung von Gurten, Helmen und Kindersitzen. Ebenso fordert er eine bessere Infrastruktur und Innovation. Der globale Plan umfasst die Bergung und Betreuung von Opfern, Behandlung und Langzeit-Rehabilitation. Der Plan fordert auch die Untersuchung von Unfällen, um weitere Tote und Verletzte zu verhindern.

Die Vereinten Nationen müssen für die Umsetzung des Plans ihren Teil dazu beitragen. Anfang des Monats wurde eine System-weite Politik für die Förderung der Straßenverkehrssicherheit und die sichere Handhabung von UNO-Fahrzeugen vorgestellt.

Weltweit wird sich der Besitz von Fahrzeugen bis 2020 verdoppeln. Angesichts dieser Expansion der Fahrzeugnutzung, insbesondere in den aufstrebenden Wirtschaften, ist der Aufbau von Kapazitäten für die Straßenverkehrssicherheit äußerst wichtig.

Am Weltgedenktag für die Straßenverkehrsopfer wollen wir alle Möglichkeiten für eine Verbesserung der Straßenverkehrssicherheit mobilisieren - von den Stadtplanern bis zu den Fahrzeugkonstrukteuren, von den Entscheidungsträgern bis zu den Verkehrsteilnehmern. Und wir wollen derer gedenken, die weltweit auf den Straßen bei der Rettung anderer ihr Leben verloren haben.

* *** *