Presseaussendungen

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UNIS/SGSM/306
30. November 2011

UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon:

"Die Dynamik ist auf unserer Seite. Wir wollen sie nutzen, um Aids ein für alle Mal zu stoppen"

Botschaft zum Welt-Aids-Tag,
1. Dezember 2011

WIEN, 1. Dezember (UNO-Informationsdienst) - Auf dem Weg ins vierte Jahrzehnt mit Aids sind wir endlich in der Lage, die Epidemie zu überwinden.

Der Fortschritt, den wir bis jetzt gemacht haben, ist Beweis dafür, dass wir die Vision von null HIV-Infektionen, null Diskriminierung und null Aids-Toten umsetzen können.

Die Zahl der HIV-Neuinfektionen ist seit 1997 um mehr als 20 Prozent gesunken und sie nehmen weiterhin in fast allen Teilen der Welt ab. In Afrika südlich der Sahara, der Region, die am meisten von der Aids-Epidemie betroffen ist, haben die HIV-Neuerkrankungen in 22 Ländern abgenommen.

Innerhalb der gefährdeten Bevölkerungsgruppen gibt es eine Trendwende. Der Zugang zu HIV-Vorsorgediensten hilft jungen Menschen, SexarbeiterInnen und deren Klienten, Menschen, die Drogen spritzen, Männern, die Sex mit anderen Männern haben, und Transsexuellen, Einfluß auf ihre Gesundheit und ihr Wohlbefinden zu nehmen.

Die Behandlung hat seit 1985 2,5 Millionen Aids-Tote verhindert. Allein letztes Jahr wurden 700.000 Leben gerettet. Etwa 6,6 Millionen Menschen, beinahe die Hälfte jener, die in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen Behandlung brauchen, erhalten diese jetzt auch.

Synergien zwischen Vorbeugung und Behandlung beschleunigen den Fortschritt.

Aber um Aids zu stoppen, müssen wir bessere Ergebnisse erzielen.

Im Juni dieses Jahres hat die UNO-Generalversammlungs-Tagung auf hoher Ebene über Aids ehrgeizige Ziele für 2015 angenommen: die Reduzierung sexueller Übertragung von HIV um die Hälfte, die Eliminierung der Neuinfektionen bei Kindern, eine Behandlung für 15 Millionen Menschen, die mit HIV leben, zu erreichen, Stigma und Diskriminierung zu beenden, und die Aids-Finanzierungslücke zu schließen.

Mit starkem politischen Willen, vernünftigen finanziellen Ressourcen und einem soliden Menschenrechtsaspekt können wir alle diese Ziele erreichen.

Die Finanzierung ist für den Erfolg wichtig. Ich rufe alle Betroffenen auf, dem von UNAIDS vorgeschlagenen Investitionsrahmen nachzukommen und das globale Investitionsziel von bis 24 Milliarden US-Dollar jährlich zu finanzieren. Die Ergebnisse würden die Vorlaufkosten in weniger als einer Generation aufwiegen.

Wir müssen auf den politischen Einsatz, die Investitionen, die Energie, den Aktivismus und die Entschlossenheit bauen, die uns bis zu diesem Wendepunkt gebracht haben.

Die Dynamik ist auf unserer Seite. Wir wollen sie nutzen, um Aids zu stoppen - ein für alle Mal.

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