Presseaussendungen

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UNIS/SGSM/324
21. März 2012

UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon:

"Gewährleisten wir die nachhaltige Nutzung der wichtigsten begrenzenten Ressource -- Wasser"

Erklärung zum Weltwassertag,
22. März 2012

WIEN, 22. März (UNO-Informationsdienst) - In den kommenden Jahrzehnten wird die Versorgung einer wachsenden Bevölkerung und die Gewährleistung der Ernährungssicherung für alle von der Steigerung der Nahrungsmittelproduktion abhängen. Das bedeutet wiederum die Gewährleistung der nachhaltigen Nutzung unserer wichtigsten begrenzten Ressource - Wasser.

Das Thema des diesjährigen Weltwassertages lautet Wasser und Ernährungssicherheit. Die Landwirtschaft ist bei weitem der größte Wassernutzer. Wenn wir Wasser nicht besser in der Landwirtschaft nutzen, werden wir den Hunger nicht bekämpfen und wir werden die Tür für weitere Übel wie Dürre, Hungersnöte und politische Instabilität öffnen.

In vielen Teilen der Welt steigt die Wasserknappheit und die Wachstumsraten in der landwirtschaftlichen Produktion verlangsamen sich. Gleichzeitig ist der Klimawandel ein erschwerendes und unberechenbares Risiko für die Bauern, besonders für die armen Bauern in Niedriglohnländern, die am meisten gefährdet sind und sich am wenigsten anpassen können.

Diese verketteten Herausforderungen sind ein zunehmender Wettbewerb zwischen Gemeinschaften und Ländern bezüglich knapper Wasserressourcen, sich verschlimmernder alter Sicherheitsdilemmas, der Schaffung neuer Probleme und der Behinderung beim Erreichen der grundlegenden Menschenrechte auf Nahrung, Wasser und Sanitärversorgung. Mit beinahe einer Milliarde hungernder Menschen und etwa 800 Millionen, die keinen sicheren Zugang zu sauberem Wasser haben, müssen wir noch vieles tun, um die Grundlage für eine lokale, nationale und globale Stabilität zu stärken.

Um eine nachhaltige Nahrungsmittel- und Wasserversorgungssicherheit für alle zu gewährleisten, braucht es das volle Engagement aller Sektoren und Akteure. Das wird den Transfer entsprechender Wassertechnologien, die Ermächtigung kleinerer Lebensmittelhersteller und die Erhaltung wichtiger Ökosystemleistungen nach sich ziehen. Es erfordert stärkere regulative Kapazitäten, eine Politik, die Wasserrechte für alle fördert und eine Geschlechtergleichstellung. Investitionen in die Wasserinfrastruktur, ländliche Entwicklung und Wasserressourcen-Management werden unerlässlich sein.

Das erneute politische Interesse an Ernährungssicherheit, der in der Agenda der G8 und der G20 hohe Bedeutung beigemessen wird, der Nachdruck auf die Verknüpfung von Nahrung, Wasser und Energie im Bericht meines Panels zur Globalen Nachhaltigkeit, und die wachsende Zahl an Ländern, die sich der Aufwertung der Ernährung verpflichten, soll uns ermutigen.

An diesem Weltwassertag rufe ich alle Partner auf, die Möglichkeit, die die Rio+20 Konferenz der Vereinten Nationen über nachhaltige Entwicklung bietet, zu nutzen. In Rio müssen wir die Punkte zwischen Wassersicherheit und Ernährungssicherheit im Kontext einer grünen Wirtschaft verknüpfen. Wasser wird eine zentrale Rolle bei der Gestaltung der Zukunft, wie wir sie wollen, spielen.

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