Presseaussendungen

Zur Information - kein offizielles Dokument

UNIS/SGSM/1033
25. Juni 2020

UNO-Generalsekretär António Guterres

Erklärung zum Internationalen Tag gegen Drogenmissbrauch und unerlaubten Suchtstoffverkehr

26. Juni 2020

Gegenseitige Unterstützung und vertrauenswürdige Informationen haben gezeigt, dass sie Säulen einer effizienten Antwort auf die COVID-19-Pandemie und die Rettung von Leben sind.

Zusammenarbeit, verlässliche Daten und evidenz-basierte Maßnahmen sind genauso wichtig, um sich den vielen Herausforderungen, die das weltweite Drogenproblem, der Schutz der Sicherheit von Menschen und die Umsetzung der Ziele für nachhaltige Entwicklung mit sich bringen, zu stellen

Das diesjährige Thema des Internationalen Tages gegen Drogenmissbrauch und unerlaubten Suchtstoffverkehr - "Better Knowledge for Better Care" (Besserer Einblick für eine bessere Versorgung) - spricht für die Notwendigkeit, Lösungen basierend auf Fakten und gemeinsamer Verantwortung zu finden.

Die internationale Gemeinschaft hat eine solide Grundlage für Maßnahmen, mit vereinbarten rechtlichen Rahmenbedingungen und Verpflichtungen, die in der Ministererklärung 2019 der Suchtstoffkommission dargelegt sind. Die Vereinten Nationen, in Übereinstimmung mit ihrer gemeinsamen Position zur Drogenpolitik, bereichern die Faktenlage, auch durch den jährlichen UNODC Weltdrogenbericht.

Wir müssen auch danach streben, darauf aufzubauen, was funktioniert. Als Premierminister von Portugal vor mehr als zwei Jahrzehnten hat meine Regierung eine Drogenpolitik lanciert, die darauf basierte, nachdrückliche Maßnahmen auf zwei Gebieten zu ergreifen. Erstens, beim Drogenhandel und bei jenen, die aus dieser menschlichen Misere Profite schlagen, hart durchzugreifen. Und zweitens, sicherzustellen, dass jene, die Behandlung brauchen, diese auch bekommen. Jene, die eine Drogenabhängigkeit entwickeln, sind in erster Linie und vor allem Patienten und Opfer. Dieser Ansatz war erfolgreich und der Drogenkonsum sank signifikant, besonders unter jungen Menschen. Heute hat Portugal eine der niedrigsten Todesraten aufgrund von Drogenmissbrauch.

Gemeinsam können wir nachhaltige Alternativen für den illegalen Anbau von Drogenpflanzen schaffen; den Drogenhandel und die damit zusammenhängende Kriminalität bekämpfen; die Strafverfolgung, vorantreiben sowie Einrichtungen zur Prävention, Behandlung und Rehabilitation von Drogenkonsum und damit zusammenhängenden HIV-Maßnahmen fördern. Und wir können dies so tun, dass sie den Bedürfnissen von Frauen, jungen Menschen und marginalisierten Gruppen entsprechen und die Menschenrechte respektieren.

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