Presseaussendungen

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UNIS/SGSM/1284
24. November 2022

Der Generalsekretär

Botschaft zum Internationalen Tag für die Beseitigung der Gewalt gegen Frauen

25. November 2022

Gewalt gegen Frauen und Mädchen ist die am weitesten verbreitete Menschenrechtsverletzung in der Welt.

Alle elf Minuten wird eine Frau oder ein Mädchen von einem Partner oder Familienmitglied getötet. Zudem wissen wir, dass andere Belastungen, von der COVID-19-Pandemie bis zu wirtschaftlichen Turbulenzen, unweigerlich zu noch mehr körperlicher und verbaler Gewalt führen.

Frauen und Mädchen sind auch grassierender Online-Gewalt ausgesetzt, die von frauenfeindlicher Hetze bis zu sexueller Belästigung, Missbrauch von Bildern und Cybergrooming reicht.

Diese gegen die Hälfte der Menschheit gerichteten Formen von Diskriminierung, Gewalt und Missbrauch haben einen hohen Preis. Sie schränken die Teilhabe von Frauen und Mädchen in allen Lebensbereichen ein, verwehren ihnen grundlegende Rechte und Freiheiten und hemmen die wirtschaftliche Erholung und das nachhaltige Wachstum, die unsere Welt in gleichem Maße braucht.

Jetzt ist es an der Zeit für tiefgreifende Veränderungen, die der Gewalt gegen Frauen und Mädchen ein Ende setzen.

Das bedeutet: Regierungen müssen nationale Aktionspläne zur Bekämpfung dieser Geißel konzipieren, finanzieren und umsetzen.

Basis- und zivilgesellschaftliche Gruppen müssen in jeder Phase von Entscheidungsprozessen einbezogen werden.

Die Durchführung und Einhaltung von Rechtsvorschriften muss gewährleistet werden, damit die Überlebenden ihr Recht auf Gerechtigkeit und Unterstützung wahrnehmen können.

Es müssen öffentliche Kampagnen unterstützt werden, die patriarchalische Normen in Frage stellen und Frauenfeindlichkeit und Gewalt ablehnen.

Und wie uns das diesjährige Motto „UNITE: Vereint für die Beendigung von Gewalt gegen Frauen und Mädchen kämpfen“ ins Bewusstsein ruft, müssen wir auf der ganzen Welt mit den Aktivistinnen und Aktivisten zusammenstehen, die zum Wandel aufrufen und die Überlebenden von Gewalt unterstützen. Ich fordere die Regierungen auf, bis 2026 die finanziellen Mittel, die sie für Frauenrechtsorganisationen und -bewegungen bereitstellen, um 50 Prozent zu erhöhen.

Beziehen wir klar Stellung und erheben wir unsere Stimme für die Rechte der Frauen!

Verkünden wir stolz, dass wir alle Feministen sind!

Verbannen wir die Gewalt gegen Frauen und Mädchen auf den Scherbenhaufen der Geschichte!

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